SolarWohnpark Neufeld

SolarWohnpark Neufeld

Gehobenes Wohnen im Plusenergiehaus®

In gleich mehrfacher Hinsicht wird der SolarWohnpark Neufeld ein Leuchtturmprojekt für gehobenes Wohnen bei höchsten Nachhaltigkeitsstandards: mit einem innovativen Energiekonzept nicht nur für das Einzelgebäude, sondern auch für die gesamte Siedlung. Und mit einem integralen Mobilitätskonzept mit autoreduziertem Wohnen, das viele neue Möglichkeiten nutzt, das E-Mobilität und moderne Kommunikation verbindet und mindestens den Zweitwagen überflüssig macht.

Der SolarWohnpark Neufeld befindet sich in bevorzugter Höhenlage, rund 420 Meter über dem Meeresspiegel und 150 Meter über dem Zentrum von Grenzach: eine der attraktivsten Wohnlagen der Region. Auf dem nördlich anschließenden Teil des

Die Lage des SolarWohnparks Neufeld im Raum Basel

Neufelds ist ab den 1960er Jahren ein Wohngebiet errichtet worden. Nun steht der südliche, von Wald umgebene Teil zur Bebauung an. Das Grundstück liegt auf einem leicht geneigten, sonnigen Südhang, umgeben von Naherholungsgebieten. Realisiert werden können SolarVillen als Einzel- oder Doppelhäuser sowie als Dreiergruppe. Alle Gebäude sind äußerst flexibel aufteilbar, mit mehreren großzügigen Wohneinheiten und ebenso großzügig bemessenen, teils am Waldrand gelegenen Grundstücken. Insgesamt sind ca. 130 Wohneinheiten vorgesehen. Das Grundstück umfasst ca. 34.000 Quadratmeter.

Drei Villentypen
Vorgeschlagen werden zweigeschossige Wohnhäuser mit Garten- und Attikageschossen. Die Gartengeschosse ergeben sich „natürlich“ aus dem leicht geneigten Südhanggelände; und aus

Lageplan des SolarWohnparks Neufeld

der solaren Nutzung der Dachflächen leitet sich das
Attikageschoss ab. Planerischer Ausgangspunkt sind drei Haustypen.

SolarVilla I
ist eine großzügige SolarVilla als Solitär.

SolarVilla II
ist ein Doppelhaus mit zwei bis vier Wohnungen.

SolarVilla III
ist eine flexibel aufteilbare Dreierhausgruppe mit bis zu sechs Wohnungen.

Die Gebäude erlauben eine Vielzahl von Aufteilungen und Nutzungen. Die Wohneinheiten entsprechen heutigen anspruchsvollen Wohnbedürfnissen, lassen sich aber auch zu einem späteren Zeitpunkt variabel an künftige Erfordernisse

Mögliche Verteilung der Villentypen

anpassen, mit Blick auf den demografischen Wandel und auf sich
verändernde Anforderungen an das Zusammenspannen von Arbeiten und Wohnen. Möglich sind bei allen drei Grundtypen Ausformungen mit Geschosswohnungen, Maisonettewohnungen oder Kombinationen von Geschoss- und Maisonettewohnungen, so dass ein flexibles Gemenge von kleineren und größeren Wohneinheiten realisiert werden kann.

Hohe Flexibilität besteht somit auch für die möglichen Wohnformen und Nutzungen: Familien- und Singlewohnungen, Gemeinschaftswohnungen, Kombination von Wohnen und Arbeiten, gewerbliche Nutzungen, auch Gemeinschaftsbüros sind ebenso möglich wie Mehrgenerationenhäuser oder -wohnungen, Senioren-Wohngemeinschaften und andere
Gemeinschaftsformen.

Energieeffizienz
Nachdem die lang erwartete „Grid Parity“ erreicht ist, der Strom von der Photovoltaikanlage auf dem Dach günstiger zu produzieren ist und niedriger vergütet wird als der konventionelle Verbraucherstrom „aus der Steckdose“ kostet, müssen ganz neue Modelle entwickelt werden, technisch wie wirtschaftlich. Ziel muss heute die größtmögliche Eigenversorgung der Häuser und der ganzen Siedlung sein – durch Energieeffizienz und Nutzung Erneuerbarer Energien. Sowohl im Bereich der Wärmeversorgung als auch bei der Elektrizität werden neue Maßstäbe gesetzt, die schon heute über die kommenden hohen europäischen Anforderungen hinausgehen.

Geländeschnitt durch den SolarWohnpark Neufeld



Villa 1 - Erdgeschoss

Der Anfang wird nach wie vor gemacht mit der Effizienz, mit der Reduktion sämtlicher Energieverbräuche im Haus. Die Gebäude erhalten den Standard „Effizienzhaus 40“ der KfW. Die Ressourceneinsparungen werden erreicht durch eine kompakte und gut gedämmte und gut abgedichtete Außenhülle – inklusive einer Dreifach-Spezialverglasung – sowie Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung. Plusenergiehaus® beinhaltet die integrale Planung des Gebäudes als Energiesystem. Konsequent werden also auch Wasserspar-Armaturen und -geräte, Warmwasser-Anschlüsse für Wasch- und Spülmaschinen, sowie hochwärmegedämmte Wasserleitungen und Pufferspeicher mit Frischwasserstation eingeplant. Und auf der Seite der Stromeinsparung: LED-Sparlampen (Außen-, Treppenhaus-, Sicherheitsbeleuchtung) und Energiespar-Aufzüge. Auch eine Anleitung zu energieeffizienten Haushaltsgeräten und Leuchtkörpern wird für die Bewohner bereitgestellt.

Alle Maßnahmen zur Energieeffizienz helfen zugleich, ein wohltemperiertes Raumklima zu schaffen und bei allen Außentemperaturen zu erhalten. Die großflächigen Fenster schaffen lichtdurchflutete Räume und die Lüftungsanlage sorgt permanent für frische Luft in allen Räumen. Hierfür sind folgende zusätzliche Maßnahmen entscheidend:

  • Niedertemperatur-Heizung, gegebenenfalls auch als Kühlung einsetzbar

  • Sommerliche Kühlung durch freie Nachtlüftung

  • Villa 2 - Erdgeschoss

  • Bauteiloptimierte Wärmespeicherung

  • Fester und beweglicher Sonnenschutz


  • Plusenergie
    Der zweite Schritt: nicht nur passive, sondern auch aktive Nutzung von Solarenergie. Alle Häuser verfügen über ein Solarkraftwerk – und werden so zum Plusenergiehaus®. Insgesamt liegt der Ertrag an Photovoltaik-Strom in der Siedlung bei ca. 860.000 kWh pro Jahr. Der (nur noch geringe) Wärmebedarf für die Raumheizung und für Warmwasser kann über ein Nahwärmenetz und eine KWK-Anlage bereitgestellt werden, wobei zusätzlicher Strom erzeugt wird.

    Unter den neuen Bedingungen der „Grid Parity“ ist nun aber auch stromseitig der größere Systemrahmen der Gesamtsiedlung entscheidend: Mit einem Arealnetz kann der Eigenverbrauchsanteil durch Austausch zwischen den Häusern erheblich erhöht werden: Bevor Überschussstrom in das öffentliche Netz verkauft wird, wird zunächst so viel wie möglich innerhalb der Siedlung verteilt. Auch die Straßen-, Platz- und Wegebeleuchtung werden vorrangig über das interne Arealnetz versorgt.

    Zu einer noch weitergehenden Erhöhung des Eigenverbrauchs können zusätzlich Stromspeicher eingesetzt werden. Bei aller Betonung des Eigenverbrauchs des produzierten Stroms: Ökologisch bleibt der Verkauf des Überschussstroms an das öffentliche Netz weiterhin sinnvoll – zur weiteren Verdrängung von möglichst viel Kohle- und Atomstrom.

    Villa 3 - Erdgeschoss

    Energieeffizienz und ökologisch-ökonomische Nachhaltigkeit ist im SolarWohnpark Neufeld also nicht nur eine Frage der Wärmedämmung, sondern auch der effizienten Produktion und der intelligenten Verteilung. Die Besitzer und Bewohner bilden eine Erzeuger- und Verbrauchergemeinschaft – so dass ein sozialer Aspekt hinzukommt: Erst zusammen erreicht man das Optimum an Nachhaltigkeit. Und der Betreiber der Netze liefert hierzu ein intelligentes Energiemanagement-System, das alle Komponenten untereinander und die ganze Siedlung mit dem öffentlichen Netz verbindet: vom Einzelhaus mit seinen Energie verbrauchenden Geräten über die Energieerzeuger (PV, KWK) – bis hin zum Verkehr, der ebenfalls möglichst weitgehend auf Erneuerbare Energien umgestellt werden kann.

    Mobilität
    Mit dem Wärmenetz besteht eine gemeinsame Infrastruktur. Dass auch das Stromnetz als Arealnetz nicht nur technische Komponenten (inklusive der Wärme und Strom erzeugenden Maschinen), sondern auch eine Gemeinschaft von bewussten Verbrauchern und Erzeugern von Energie miteinander vernetzt, hierin liegt die neuerliche Innovation des Plusenergiehaus®-Konzepts im SolarWohnpark Neufeld. Es liegt nahe, auch den anderen großen privaten Energieverbraucher, den Verkehr, in das Paket einzubeziehen.

    Die privilegierte Lage oberhalb von Grenzach, sowie der zu erwartende hohe Anteil an Berufspendlern nach Basel eröffnen hierbei einen weiteren neuen Horizont für das Gesamtkonzept, mit folgenden Zielen:

  • Weitgehende Freiheit der Wohnbereiche von fahrendem und ruhendem Verkehr

  • Umstellung eines erheblichen Teils des Verkehrs auf Regenerative Energien

  • Integration einer modernen Mobilität mit Intelligenz, Sport und Spaß in den Alltag

  • Einsparung der Kosten (mindestens) für den privaten Zweitwagen


  • Hierfür bedarf es einer innovativen Gestaltung der Übergänge von privatem und öffentlichem Verkehr, der Ergänzung des Anschlusses an den ÖPNV (vorhandene Buslinie) durch ein Mehrkomponenten-Konzept. Möglich sind zum Beispiel Sammel- und Ruftaxi-Service, oder ein Ruf- oder Bürgerbus. E-Car-, E-Vehicle und E-Bike-Sharing-Fahrzeuge werden bereitgestellt mit grenzüberschreitender Kooperation der Car-Sharing-Anbieter.

    Eine neue Entwicklung, die im SolarWohnpark Neufeld genutzt wird, sind Kurzstrecken-Mitfahrzentralen, anzubieten etwa über Service-Leistungen von Anbietern wie FLINC: Will ein Bewohner (am nächsten Morgen oder jetzt gleich) mit dem eigenen PKW zum Beispiel in die Innenstadt von Grenzach oder Basel fahren, kann er spontan auf einer Website oder auf einem Handy-App nach Mitfahrern in der Nachbarschaft suchen. Auch über ein Quartiers-Intranet können regelmäßige und kurzfristige Mitfahr-Angebote organisiert werden, wobei das Intranet auch ganz andere Kommunikationsfunktionen für den SolarWohnpark und das gesamte Neufeld übernehmen kann, über den Verkehr hinaus.

    Parkmöglichkeiten befinden sich teils am Haus, teils am Rand der Bebauung. Die Wohnstraßen sind stellplatzfrei. Erschließungsstraßen und Wohnwege sind verkehrsberuhigt. Die öffentlichen Räume werden so tatsächlich Räume – nicht für Autos, sondern für Gespräche unter Nachbarn und für das gefahrlose Spielen der Kinder.
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    Solarsiedlung Grenzacher Horn

    Solarsiedlung Grenzacher Horn

    Vorbild Freiburg
    Eine neue Solarsiedlung entsteht bei Basel


    Im prosperierenden Dreiländereck von Deutschland, Frankreich und der Schweiz, in Grenzach-Wyhlen direkt bei Basel, entsteht die Solarsiedlung „Grenzacher Horn“. Als Plusenergiehaus® erzeugen sämtliche Gebäude mehr Energie, als sie verbrauchen. Mit über 130 Wohnungen auf 26.500 Quadratmetern wird die im Gebiet Hornacker entstehende Siedlung doppelt so groß sein wie ihr Freiburger Vorbild und damit das Prädikat „weltweit größte Siedlung im Plusenergiestandard“ an Grenzach abgeben. Realisiert werden Doppel-, Reihen- und Mehrparteienhäuser in zukunftsweisender Solararchitektur – mit variablen Wohnungsgrößen zwischen 60 bis zu über 200 Quadratmeter. Die Häuser sind über ruhige

    Die Lage der Solarsiedlung Grenzacher Horn

    Wohnwege erschlossen und meist um geschützte Wohnhöfe herum organisiert.

    Der Clou des Bauvorhabens: entlang der Bahngeleise, an der Südwest-Begrenzung des Areals, wird eine hochabsorbierende Lämschutzwand errichtet, die nicht nur die Bahngeräusche abschirmt, sondern gleichzeitig als energieerzeugendes Gebäude fungiert: die „SolarRemise“. Denn die Lärmschutzwand wird über die gesamte Länge des Areals mit einem Solardach ausgestattet, das sowohl sämtliche Auto- und Fahrradgaragen, als auch Abstellräume überdacht. Entlang dieser Schallschutzwand wird auch die Erschließung für die Fußgänger und Radfahrer liegen. Die Stellplätze liegen also am Rand der Bebauung, so dass viel Platz für Gärten und öffentliches Grün verbleibt. Ein Spielplatz und ein zentraler öffentlicher Platz runden das Konzept ab.

    Lageplan Solarsiedlung Grenzacher Horn

    Gebäudekonzept
    Alle Gebäude erhalten einen barrierefreien Zugang. Mithilfe von Aufzügen werden auch alle Wohnungen barrierefrei erreicht. Die Massivbauweise mit geputzten Kalksandsteinwänden
    und Stahlbetondecken sorgt für Wärmespeicherung, ein ausgeglichenes sommerliches
    wie winterliches Raumklima sowie für einen guten Brand- und Schallschutz. Die Fassaden sind teils verputzt und mit einem hochwertigen Wärmedämmverbundsystem versehen, in Teilbereichen sind auch Holzbekleidungen vorgesehen, die sich in Farbe und Material deutlich von den verputzten Elementen abheben.

    Geplant sind variable Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser mit Attikageschossen und aufteilbaren Wohneinheiten, optionalen Anbauten und veränderbarem Wohnraum. So kann flexibel auf die Nachfrage und geänderte Bedürfnisse reagiert werden.

    Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser




    Grenzach-Wyhlen - der südlichste Punkt Baden-Württembergs

    Energiekonzept
    Ziel ist die größtmögliche Eigenversorgung der Häuser und der ganzen Siedlung durch Energieeffizienz und Nutzung Erneuerbarer Energien. Sowohl im Bereich der Wärmeversorgung als auch bei der Elektrizität und E-Mobilität werden neue Maßstäbe gesetzt.

  • Energieeffizientes Plusenergiehaus® mit passiver und aktiver Solarnutzung

  • PV-Solarkraftwerk auf den Gebäuden – Ertrag: ca. 540.000 kWh/a

  • PV-Solarkraftwerk „SolarRemise“ – Ertrag: ca. 560.000 kWh/a

  • Quartierübergreifendes Strom- und Nahwärmekonzept mit Kraft-Wärme-Kopplung

  • Intelligentes Netzmanagement unter Einbeziehung der Gebäude- und Gerätenutzung,
    der Kommunikation und Mobilität sowie der Energiespeicherung

  • Regenerative Energien für die Mobilität mit Akkulade- und Netzmanagement

  • Integrierte solare Straßen-, Platz- und Wegebeleuchtung mit innovativer LED-Technologie


  • Die Gebäude erhalten den Standard „Effizienzhaus 40“ der KfW – und somit die höchstmögliche staatliche Förderung. Mithilfe aktiver Energiesysteme werden sie zum Plusenergiehaus®. Folgende Maßnahmen sind vorgesehen:

  • Kompakte und gut gedämmte Außenhülle

  • Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung

  • Wasserspar-Armaturen und -Sanitärgegenstände

  • Warmwasser-Anschluss für Wasch- und Spülmaschinen

  • Hochwärmegedämmte Wasserleitungen und Pufferspeicher mit Frischwasserstation

  • LED-Sparlampen (Außen-, Treppenhaus-, Sicherheitsbeleuchtung)

  • Energiespar-Aufzüge

  • Anleitung zur Energieeffizienz: sparsame Haushaltsgeräte und Beleuchtung


  • Lichtdurchflutete Räume

    Wohnkomfort
    Alle Maßnahmen zur Energieeffizienz helfen zugleich, ein wohltemperiertes Raumklima zu
    schaffen und bei allen Außentemperaturen zu erhalten. Lichtdurchflutete Räume mit guter
    Belüftung machen das Plusenergiegebäude zum Wohlfühlhaus. Folgende Maßnahmen sind vorgesehen:

  • Niedertemperatur-Heizung, gegebenenfalls auch zur Kühlung einsetzbar

  • Sommerliche Kühlung durch freie Nachtlüftung

  • Bauteiloptimierte Wärmespeicherung

  • Wohnungslüftung mit Wärme- und Kälterückgewinnung

  • Lichtdurchflutete Räume durch große Fensterflächen (Dreifach-Wärmeisolierverglasung)

  • Fester und beweglicher Sonnenschutz


  • Straßenraum mit Solar-Remise

    Mobilitätskonzept
    Zu einem umfassenden Nachhaltigkeitskonzept gehört auch eine zukunftsweisende Verkehrsplanung. Die Solarsiedlung Grenzacher Horn ist hervorragend an den öffentlichen Verkehr angebunden: Gleich zwei Haltestellen befinden sich in unmittelbarer Nähe, und von dort gelangt man binnen 15 Minuten in die Innenstadt von Basel und an alle wichtigen Umsteigestationen.

  • Verkehrsberuhigte Erschließungsstraße - Tempo 20

  • Parkierung mit Carports und Garagen in der „SolarRemise“

  • Bereitstellung von E-Car- und E-Bike-Sharing-Fahrzeugen

  • Geschützte Räume und Solar-Tankstellen für E-Cars, E-Vehicles und E-Bikes


  • Gemeinschaftsförderung
    Nachhaltiges Leben ist gemeinschaftliches Leben: Nachbarn schließen sich zusammen, organisieren, besitzen und nutzen vieles gemeinsam. Das schafft Synergien, vermeidet überflüssigen Konsum. Architektur und Siedlungsplanung schaffen die Bedingungen,
    in denen eine solidarische Atmosphäre und ein kommunikatives Leben im öffentlichen Raum erst möglich werden:

  • Verkehrsberuhigte, geschützte Außenbereiche

  • Mehrgenerationenspielplatz und geschützte Höfe mit Kleinkinderspielplätzen

  • Carsharing

  • Car- und Bikesharing

  • Energiegemeinschaft von Bewohnern und Dienstleistern: Eigenversorgung und Teilen des produzierten Stroms

  • Gemeinschaftsaktivitäten wie Urban Gardening

  • Kommunikation in der Siedlung durch Info-Display, Website mit Intranet und Newsletter

  • Einkaufsgruppen, Tauschbörse, Flohmarkt, Quartiersfeste

  • Gemeinschaftliches Wohnen – auch generationenübergreifend – ist möglich in ganzen Wohnhöfen oder einzelnen Häusern und Wohnungen. Arbeiten und Wohnen an einem Ort schafft kurze Wege und vermeidet Verkehr. Es wurden spezielle Haus- und Grundrisstypen entwickelt, die besonders geeignet sind für Baugruppen und Wohngemeinschaften von drei bis zwölf Personen - ideale Häuser für Familien-, Gemeinschafts- oder Mehrgenerationenwohnen, mit optionalen Gemeinschaftsräumen und Gästewohnungen. Arbeitsräume, Praxen, auch Arbeiten in gemeinschaftlich genutzten Räumen sind möglich, zum Beispiel in den Garten- und Erdgeschossen.


    Mehrparteienhaus


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    Bettina-von-Arnim-Höfe Göttingen

    Terrasse der Bettina-von-Arnim-Höfe

    Das Siedlungskonzept
    Mit den Bettina-von-Arnim-Höfen werden acht Geschosswohnungsbauten um verkehrsberuhigte Höfe realisiert. Alternativ sind auch vier Geschosswohnungsbauten und vier Reihenhaus-Komplexe möglich. Das Grundstück gehört zu einem in den 1930er Jahren terrassierten Konversionsgelände in schöner Hanglage, das vollständig erschlossen und bereits weitgehend erfolgreich entwickelt ist, überwiegend für den Wohnungsbau, aber auch für gemischte Nutzungen. Die Bettina-von-Arnim-Höfe bieten ein Ensemble mit hohem Wohnwert in einem urbanen Umfeld. Gleichwohl liegt die Hausgruppe mitten im Grünen, in Hanglage mit schönem Blick auf die Stadt und mit hohem Erholungswert. Jedes Gebäude wird mehr Energie produzieren als insgesamt an Wärme und Strom verbraucht wird.

    Bettina-von-Arnim-Höfe - Variante 1

    Das Projekt in Zahlen
    Mit den Bettina-von-Arnim-Höfen entstehen bis zu 144 Wohneinheiten, die barrierefrei ausgelegt werden. Die Wohnungsgrößen sind variabel, so dass flexibel auf den sich abzeichnenden Bedarf reagiert werden kann. Die Grundstücksfläche auf der Terrasse zwischen Julius-Leber-Weg und Von-Witzleben-Straße beträgt 21.000 Quadratmeter. Geplant ist eine Geschossfläche von 15.500 Quadratmetern. 13.000 Quadratmetern Wohnfläche sollen realisiert werden – was ein sehr günstiges Verhältnis zu der Gesamtgeschossfläche ergibt.

    Verkehr und Erschließung
    Der zentrale Bereich bleibt autofrei und schafft attraktive Räume für nachbarschaftliches Miteinander, für Kommunikation von Jung und Alt. Die Erschließung der Bettina-von-Armin-Höfe für die

    Bettina-von-Arnim-Höfe - Variante 2

    Anfahrt mit dem Auto erfolgt über die unterhalb der zu bebauenden Terrasse liegende Von-Witzleben-Straße. Die Straße zwischen den Wohnhäusern bleibt weitgehend autofrei. So entsteht eine Spielstraße für die Kinder und ein ungestörter, kommunikativer Raum für alle Bewohner.

    An der Von-Witzleben-Straße werden 71 Carport-Plätze bereitgestellt. Hier ist auch die Zufahrt zur Tiefgarage, die sich in den Kellergeschossen der Häuser befindet. Hier ist Platz für 202 Stellplätze, aber auch noch für Fahrräder und E-Bikes, sowie für Kelleräume für die Bewohner. Die Wohnhöfe sind direkt mit der Tiefgarage verbunden. Die vertikale Erschließung erfolgt direkt in die Treppenhäuser und Aufzüge der Wohngebäude. Bei der Variante mit Geschosswohnungsbau und Reihenhäusern sind nur erstere mit einer Tiefgarage unterkellert, die über 159 Stellplätze verfügt. Auch im Außenbereich des Wohnhofs werden sichere Stellpätze für Fahrräder und E-Bikes geschaffen, sowie eine Ladestation für letztere. E-Bikes sind wegen der Hanglage hier besonders attraktiv.

    Schnitt durch die Bettina-von-Arnim-Terrasse (Variante 1)


    Das Plusenergie-Konzept
    Die Terrasse der Bettina-von-Arnim-Höfe ist etwa 2 ha groß, sehr breit und nach Südwest ausgerichtet, bietet daher gute Voraussetzungen für solares Bauen. Die Gebäude erhalten eine effektive Dämmung und Abdichtung. Es soll idealer Weise Passivhausstandard erreicht werden, so dass der Wärmebedarf unterhalb von 15 kWh pro Quadratmeter und Jahr liegt

    Die Dachflächen werden für die Gewinnung von Strom genutzt. Die Dächer bestehen aus Photovoltaikmodulen, die nicht zum Beispiel auf ein Ziegeldach aufgebracht werden, sondern selbst die Dachhaut darstellen. Entscheidend ist dabei auch die gestalterische Qualität.

    Inzwischen ist die „Grid Parity“ erreicht, das heißt: Die Gestehungskosten und die Einspeisevergütung von PV-Strom liegen unter dem Konsumentenpreis. Deswegen wird ein Konzept entwickelt, das nicht vorrangig auf Einspeisung ins öffentliche Stromnetz beruht, sondern möglichst hohe Eigenverbrauchs-Anteile ermöglicht. Das Photovoltaik-Kraftwerk liegt bei einer Leistung von 800kWp. Bei den solaren Einstrahlungsverhältnissen vor Ort ist mit einem Jahresertrag von etwa 700.000 kWh zu rechnen. Das entspricht einer Einsparung von etwa 190.000 Liter Öl.

    Für das Gesamtgelände der Zietenterrassen besteht ein Nahwärmenetz, das über ein zentrales Heizwerk versorgt wird. Hier wird ausschließlich Biogas verbrannt. Ein Anschluss der Gebäude an das Netz ist problemlos möglich und von der Stadt Göttingen und dem Kraftwerksbetreiber erwünscht. Die Stadt belässt aber die Möglichkeit einer Eigenversorgung für dieses Einzelprojekt, wenn ein besonders innovatives Konzept vorgelegt wird. Geprüft werden zentrale und dezentrale Lösungen, sowie verschiedene Primärenergieträger.

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    Modellprojekt Berlin-Möckernkiez

    Modellprojekt Möckernkiez (erstellt von hochC Landschaftsarchitektur)

    Ein 1. Preis und Auftrag
    Für das 3 ha. große Baufeld Möckernkiez am Rand des neu entstehenden Gleisdreieck-Parks in Berlin-Kreuzberg wurde von der Genossenschaft „Initiative Möckernkiez“ ein eingeladener, zweistufiger Realisierungswettbewerb ausgeschrieben mit der Vorgabe ein einzigartiges Modellprojekt zu verwirklichen. Realisiert werden soll eine gemeinschaftliche und Generationen verbindende Wohnanlage, die ökologisch nachhaltig, barrierefrei, interkulturell und sozial integrativ ist.

    70 Büros haben sich beworben, 9 Büros wurden eingeladen, 5 Büros wurden schließlich als Preisträger ohne Rangfolge festgelegt. Diese fünf Büros, unter ihnen Rolf Disch SolarArchitektur, erhielten vom Bauherrn, der „ Initiative Möckernkiez“, je einen Planungsauftrag für einen Teilabschnitt des Baugebiets.


    Städtebauliches Konzept
    Ausgehend von dem vorgegebenen städtebaulichen Rahmen schlagen wir die folgenden Änderungen vor:

    1. Verbesserte Anbindung des Möckernkiezes an den Stadtteil Kreuzberg durch einen großzügigen Stadtplatz auf dem

    Wohnzeile (Ansicht Ost)

    Straßenniveau der Möckernstrasse/Yorckstrasse. Auf dieser Ebene sind auch die öffentlichen Nutzungen des Quartiers wie Läden, Hotel, Kiezwerkstatt etc. angesiedelt.

    2. Verbesserte Anbindung des Möckernkiezes in Richtung Park und Schöneberg (S- und U-Bahnstationen) durch den Quartiersplatz West.

    3. Quartiersinterne Verbindung - Die beiden Plätze im Osten und Westen verbindet eine geschwungene Achse, an die kleine Nachbarschaftsplätze angegliedert sind.

    Modellprojekt Möckernkiez, Perspektive (Visualisierung: Loomilux)

    Gebäudekonzept
    Bei der Konzeption und der Gestaltung der Gebäude haben wir uns von den folgenden Begriffen leiten lassen:

    − Kosten / Wirtschaftlichkeit
    − Flexibilität
    − Ökologie / Energie
    − Gestaltung
    − Vielfalt, Attraktionen
    − Barrierefreiheit

    Auf einer einfachen und wirtschaftlichen Konstruktion aufbauend, wurde ein Baukasten aus verschiedenen Grundrissen und Wohnungsgrößen entwickelt. Diese Grundrisse können in den

    Wohnhof Möckernkiez Grundrisse EG (Planung: Rolf Disch SolarArchitektur)

    beiden vorgeschlagenen Gebäudestrukturen flexibel angeordnet werden und schaffen somit eine Vielfalt an unterschiedlichen, auf die jeweiligen Anforderungen reagierenden Wohnsituationen. Innerhalb dieser Gebäudestrukturen sind aber auch andere individuelle Wohnformen wie z.B. Lofts und WG´s, größere und kleinere Wohnungen möglich. Auch unterschiedliche gewerbliche Nutzungen lassen sich problemlos integrieren. Grundsätzlich gilt: Die Grundrisse sind hoch flexibel und lassen sich problemlos geänderten Nutzungsbedürfnissen anpassen.

    Energie - Ökologie
    Alle Gebäude sind als Plusenergiegebäude geplant, d.h. sie erzeugen in der Bilanz mehr Energie als in ihnen verbraucht wird. Die Gebäudehülle ist hoch gedämmt und reduziert, in Verbindung mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, die Wärmeverluste auf ein Minimum.

    Modellprojekt Möckernkiez - Ansicht vom Park (Visualisierung: Loomilux)


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    Phoenix Solar AG

    Phoenix Solar AG - Außenansicht

    Leitideen
    Ein eindringliches Symbol für gebaute Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit – und für die Phoenix Solar AG als Wegbereiter in das Solarzeitalter, als Protagonist der Solarwirtschaft, als Unternehmen, das seine Verantwortung selbstverständlich wahrnimmt: Dieses soll der Neubau der Firmenzentrale anschaulich machen, einprägsam, weithin sichtbar, unmittelbar verständlich. Der Neubau der Firmenzentrale bietet sich – mit zwei (und später drei) elliptischen Grundformen – als ein markantes, augenfälliges Gebäudeensemble dar. Über den kraftvollen, kompakten Körpern schweben leichte Flugdächer als Solarkraftwerke. Solid und himmelstürmend, geerdet und solar.

    Eindringlich, nicht aufdringlich: Dass die Firmenzentrale von Phoenix Solar gar nicht anders konzipiert werden kann denn als einer der energetisch ehrgeizigsten Bürogebäude-Komplexe der Dekade, liegt in der Natur des Unternehmens. Sinnfällig trägt die hauseigene Photovoltaik dazu bei, innovativ in Einsatz und Gestaltung, dass die Gebäude nicht mehr Verbraucher sind, sondern – mit der Sonne als Stakeholder – der Gesellschaft einen Überschuss abgeben. Dieselbe Wirkung strahlt freilich nicht nur nach außen, sondern auch nach innen, mit sonnendurchfluteten, kommunikativen Arbeitsräumen und Außenanlagen mit Naturbezug und Erholungsqualitäten: inspirierende Architektur mit Identifikationspotential und angenehmer Atmosphäre für ein Team von 500 Mitarbeitern vor Ort.

    Architektonische Qualität und städtebauliche Einbindung
    In den beiden Bauabschnitten der ersten Bauphase werden zwei eigenständige, im Erdgeschoss miteinander verbundene Gebäude erstellt. Ein Atrium als Erschließungs- und Kommunikationszone bildet jeweils den zentralen Kern – und ermöglicht zugleich eine beidseitige natürliche Belichtung der Büroflächen. Westlich schließt der Werkhof an das Gebäudeensemble an, wo auch die Andienung des Gebäudes erfolgt. Ebenfalls westlich angeordnet ist das Laborgebäude. Beide Hauptgebäude können wahlweise auch getrennt und separat genutzt werden. Hierzu kann beim westlichen Gebäudeteil ein eigener Haupteingang errichtet werden.

    In der zweiten Bauphase wird das Ensemble durch ein drittes elliptisches Gebäude ergänzt. Hier sind zwei Varianten möglich, nämlich eine Erweiterung entweder auf dem Nachbargrundstück oder auf dem gleichen Grundstück. Im zweiten Fall kann das vorhandene Parkdeck aufgestockt werden, und ein Erwerb des Nachbargrundstücks wäre nicht nötig.

    Mitentscheidend für das vorgestellte Konzept:
    Die Gebäude halten über die trennende Autobahn hinweg den verbindenden Sichtbezug zum Stammsitz von Phoenix Solar und auch zum Schloss Sulzemoos – und umgekehrt, Neues und Altes bleiben auf Tuchfühlung.

    Konstruktion, Programm, Funktionen
    Holz ist ein regional verfügbarer, recyclebarer Rohstoff, ein Baustoff mit idealem „carbon footprint“. Holz ist gespeichertes CO2 und gespeicherte Sonnenenergie. Also baut die Grundkonstruktion auf Holz: Runde Brettschicht-Stützen tragen die sichtbaren Holzdecken aus vorgefertigten, segmentierten Brettschichtholz-Elementen. Diese sind zugleich die Schalung und bilden die Zugzone für die Holz-Beton-Verbunddecke. Die aus Stahlbeton gefertigten WC- und Erschließungsblöcke bilden die aussteifenden Kerne. Fassade, Brüstungselemente, Fensterrahmen werden ebenfalls aus Holz gefertigt. Um die Anforderungen des Brandschutzes zu erfüllen, werden optimierte Rettungswege und eine Sprinkleranlage eingeplant, welche auch energetisch genutzt wird. Alle Bürobereiche sind mit einem Doppelboden ausgestattet, so dass sämtliche Installationen leicht zugänglich und jederzeit an veränderte Bedürfnisse anpassbar sind.

    Das Foyer, das sich im ersten Obergeschoss in eine Galerie und dann weiter als Atrium nach oben fortsetzt, schafft nicht nur ein kommunikatives Zentrum, sondern leistet auch die Erschließung der Büro-, Versammlungs- und sonstigen Arbeits- und Funktionsräume. Um die zentrale Ellipse des Atriums herum sind die Grundrisse beider Gebäude jederzeit leicht an veränderte Bedingungen anpassbar, mit offenen oder geschlossenen Bürozonen. Die Decke ist als sichtbar radiale Holzstruktur ausgeführt, die Trennwände innerhalb der Bürobereiche folgen als Ständerwände dieser radialen Idee der „Sonnenstrahlen“ - und bleiben dabei völlig flexibel. Je nach Anforderung können sie abgeschlossen, halbgeschlossen oder offen ausgeführt werden und bleiben leicht versetzbar, „form follows functional flexibility“.

    Auf dem Dach unter den Solaranlagen gibt es eine Dachterrasse mit Freizeitangeboten, wie Fitnessraum, Sauna und Fitnessparcour.

    Innenansicht

    Erschließung und Verkehr
    Das Bürogebäude wird von der Ziegelstadelstraße aus erschlossen. Ein weitgespanntes Vordach markiert den Haupteingang zum Bürogebäude. Die Andienung erfolgt über den östlich gelegenen Werkhof. Fahrräder und Besucherparkplätze sind westlich des Gebäudes in der Nähe des Haupteingangs angeordnet. Ein zweigeschossiges Parkdeck für die Mitarbeiter, das sowohl von der Ziegelstadelstraße und von der westlichen Planstraße aus angefahren werden kann, erhält ebenfalls eine PV-Überdachung. Die beiden Parkebenen werden entlang der nord-westlichen Grundstücksgrenze verbunden. Hier gibt es auch Solartankstellen für Elektrofahrzeuge. Über die „Solarbrücke“ ist der Neubau der Firmenzentrale mit dem bestehenden Standort sowohl fußläufig als auch mit Fahrrädern, solaren E-Bikes, E-Kleinfahrzeugen und E-Shuttle-Bus erreichbar. Die Nutzung des solar-elektrischen Überschusses für den Verkehr ist eine zukunftsweisende Option, die in der weiteren Planung ausgearbeitet werden kann.

    Wasserkonzept und Freiraumqualitäten
    Über ein Vakuum-WC-System werden die anfallenden Fäkalien mit sehr niedrigem Wasseranteil in einem zentralen Tank gesammelt, welcher auch die Küchen- und Gartenabfälle aufnimmt. In Kooperation mit einem lokalen Landwirt werden diese einer Biogasanlage zugeführt werden, die das Biogas für das hauseigene Biogas-BHKW liefert. Grauwasser wird auf dem Gelände geklärt und biologisch zurückgeführt.

    Der gesamte Freiraum kann so mit einem Wasserkreislauf, für jedermann sichtbar, umspannt und zusammengehalten werden. Die Freianlagen sind naturnah gestaltetet, nur wenig Fläche ist versiegelt. Regenwasser wird in einem Naturteich gesammelt und in Mulden zurückgehalten. Eine Sonnenterrasse über dem Teich bietet einen erholsamen Freibereich für Café und Kasino. Ein kleiner Park für die Mitarbeiter lädt ein zum Pausenspaziergang, zu Freizeitaktivitäten wie Tischtennis, aber auch zum Arbeiten und zur Besprechung im Freien. Hierfür sind spezielle Bereiche wie der Solar-Pavillon und eine Freiarbeitsfläche mit Netzwerkanschluss ausgestattet.

    Baumaterialien
    Die verwendeten Baustoffe sind so weit möglich nachwachsende Materialien, in erster Linie Holz aus heimischen Beständen. Die Verwendung von Stahlbeton wurde auf das notwendige Maß reduziert. Bei der Holzverbunddecke wird die Stahlarmierung erheblich reduziert. Als Dämmstoff kommen ebenfalls nachwachsende Baustoffe wie Flachs oder Cellulose zum Einsatz. Die – überwiegend natürlichen – Baustoffe können recycelt werden und erzeugen zudem ein angenehmes, schadstofffreies Innenraumklima.

    Wirtschaftlichkeit
    Das kompakte Gebäude hat Vorteile in Bezug auf Erschließung und Unterhalt. Die Verkehrsflächen sind auf ein Minimum reduziert. Die Gebäudehülle ist durch die elliptische Grundform in einem nahezu idealen energetischen Verhältnis zum umbauten Raum. Die Reinigung der Fassadenflächen erfolgt über Hubsteiger von außen. Und aus Energienebenkosten werden Nebeneinnahmen durch die Einspeisung der Überschüsse aus solarem Strom.

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    Hausgruppe Weissach

    Hausgruppe Weissach - Westansicht

    Die Gemeinde Weissach beabsichtigt, im Neubaugebiet „Hinter der Kirche“ zwei Grundstücke mit Plusenergiehäusern® von Rolf Disch Solararchitektur zu bebauen. Vorgeschlagen wurden zwei Varianten:

    Variante 1 sieht eine Bebauung mit zwei Geschosswohnungsbauten vor. Beide Gebäude verfügen über zwei Vollgeschosse und ein Galeriegeschoss. Im Untergeschoss

    Hausgruppe Weissach - Schnitt

    sind die Garagen sowie Abstell- und Technikräume untergebracht, in einem der Gebäude findet sich im UG, von der Porschestrasse aus ebenerdig zugänglich, eine Gewerbeeinheit für die Nutzung als Laden, Praxis oder Büro.

    Die Erschließung der Gebäude erfolgt teils von der Nordseite über vorgestellte Treppen, teils über einen Laubengang, welcher dann auch einen barrierefreien Zugang erlaubt. Das Dach ist bei beiden Häusern als Pultdach ausgebildet, welches zwecks optimaler solarer Stromerzeugung gegen den Hang geneigt ist. Alternativ könnten auch Satteldächern errichtet werden, doch dabei reduzierte sich die zur Verfügung stehende Photovoltaikfläche beträchtlich.

    Als Alternative wird in Variante 2 eine Bebauung mit je 4 Reihenhäusern vorgesehen, jeweils mit zwei Vollgeschossen und einem Galeriegeschoss. Bei Gebäude A wird das Untergeschoss als Bestandteil der Reihenhäuser zu Wohnzwecken genutzt. Die Erschließung erfolgt hier ebenerdig im Untergeschoss. Die erforderlichen Stellplätze befinden sich auf der Nordseite vor dem Gebäude.

    Bei Gebäude B dient der Großteil des Untergeschosses als Garage bzw. Keller. Im westlichen Bereich des Untergeschosses ist wiederum eine Fläche zur gewerblichen Nutzung geplant. Diese kann wahlweise dem darüberliegenden Reihenhaus zugeschlagen oder als separate Einheit betrachtet werden. Die Erschließung bei Gebäude B erfolgt von der Nordseite aus über eine barrierefreie Laubengang-Erschließung.

    Hausgruppe Weissach - Lageplan


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    Weiterentwicklung Plusenergiehaus®

    Die Powerbox

    Die Powerbox ist Hirn, Herz und Lunge des Plusenergiehauses. Hier sind alle Funktionen komprimiert: Energie und Erschließung, Haustechnik und Installationen. Von hier aus werden alle Kreisläufe koordiniert: Strom und Wasser, Wärme und Luft.

    Die Powerbox enthält den Eingangsbereich und die Treppen. Bad, WCs und Küche sind entweder Teil der Box oder grenzen an sie an. Auch die geräuscharme Lüftung ist hier installiert – mit Wärmerückgewinnung bei einem Wirkungsgrad von über 90 %. Vor allem aber befindet sich gleich am Eingang der Technikraum mit Solarstation und Wärmespeicher, Elektroverteiler und Zählern. So hat der Bewohner Produktion und Verbrauch von Energie leicht unter Kontrolle.

    Die Powerbox wird fix und fertig angeliefert. Das hat drei Vorteile: Erstens kann durch Standardisierung und Vorfertigung gleichbleibend höchste Qualität garantiert werden. Zweitens werden die Bauzeiten verkürzt. Steht einmal die Box, steht bald schon das ganze Haus. Und drittens wird das Haus so kostengünstiger.

    Die Powerbox wurde für unterschiedliche Anwendungen und Haustypen konzipiert: für Doppelhäuser und Reihenhäuser genauso wie für mehgeschossigen Wohnungsbau. - Im folgenden sind einige Anwendungen zu sehen.