Phoenix Solar AG
Leitideen
Ein eindringliches Symbol für gebaute Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit – und für die Phoenix Solar AG als Wegbereiter in das Solarzeitalter, als Protagonist der Solarwirtschaft, als Unternehmen, das seine Verantwortung selbstverständlich wahrnimmt: Dieses soll der Neubau der Firmenzentrale anschaulich machen, einprägsam, weithin sichtbar, unmittelbar verständlich. Der Neubau der Firmenzentrale bietet sich – mit zwei (und später drei) elliptischen Grundformen – als ein markantes, augenfälliges Gebäudeensemble dar. Über den kraftvollen, kompakten Körpern schweben leichte Flugdächer als Solarkraftwerke. Solid und himmelstürmend, geerdet und solar.
Eindringlich, nicht aufdringlich: Dass die Firmenzentrale von Phoenix Solar gar nicht anders konzipiert werden kann denn als einer der energetisch ehrgeizigsten Bürogebäude-Komplexe der Dekade, liegt in der Natur des Unternehmens. Sinnfällig trägt die hauseigene Photovoltaik dazu bei, innovativ in Einsatz und Gestaltung, dass die Gebäude nicht mehr Verbraucher sind, sondern – mit der Sonne als Stakeholder – der Gesellschaft einen Überschuss abgeben. Dieselbe Wirkung strahlt freilich nicht nur nach außen, sondern auch nach innen, mit sonnendurchfluteten, kommunikativen Arbeitsräumen und Außenanlagen mit Naturbezug und Erholungsqualitäten: inspirierende Architektur mit Identifikationspotential und angenehmer Atmosphäre für ein Team von 500 Mitarbeitern vor Ort.
Architektonische Qualität und städtebauliche Einbindung
In den beiden Bauabschnitten der ersten Bauphase werden zwei eigenständige, im Erdgeschoss miteinander verbundene Gebäude erstellt. Ein Atrium als Erschließungs- und Kommunikationszone bildet jeweils den zentralen Kern – und ermöglicht zugleich eine beidseitige natürliche Belichtung der Büroflächen. Westlich schließt der Werkhof an das Gebäudeensemble an, wo auch die Andienung des Gebäudes erfolgt. Ebenfalls westlich angeordnet ist das Laborgebäude. Beide Hauptgebäude können wahlweise auch getrennt und separat genutzt werden. Hierzu kann beim westlichen Gebäudeteil ein eigener Haupteingang errichtet werden.
In der zweiten Bauphase wird das Ensemble durch ein drittes elliptisches Gebäude ergänzt. Hier sind zwei Varianten möglich, nämlich eine Erweiterung entweder auf dem Nachbargrundstück oder auf dem gleichen Grundstück. Im zweiten Fall kann das vorhandene Parkdeck aufgestockt werden, und ein Erwerb des Nachbargrundstücks wäre nicht nötig.
Mitentscheidend für das vorgestellte Konzept:
Die Gebäude halten über die trennende Autobahn hinweg den verbindenden Sichtbezug zum Stammsitz von Phoenix Solar und auch zum Schloss Sulzemoos – und umgekehrt, Neues und Altes bleiben auf Tuchfühlung.
Konstruktion, Programm, Funktionen
Holz ist ein regional verfügbarer, recyclebarer Rohstoff, ein Baustoff mit idealem „carbon footprint“. Holz ist gespeichertes CO2 und gespeicherte Sonnenenergie. Also baut die Grundkonstruktion auf Holz: Runde Brettschicht-Stützen tragen die sichtbaren Holzdecken aus vorgefertigten, segmentierten Brettschichtholz-Elementen. Diese sind zugleich die Schalung und bilden die Zugzone für die Holz-Beton-Verbunddecke. Die aus Stahlbeton gefertigten WC- und Erschließungsblöcke bilden die aussteifenden Kerne. Fassade, Brüstungselemente, Fensterrahmen werden ebenfalls aus Holz gefertigt. Um die Anforderungen des Brandschutzes zu erfüllen, werden optimierte Rettungswege und eine Sprinkleranlage eingeplant, welche auch energetisch genutzt wird. Alle Bürobereiche sind mit einem Doppelboden ausgestattet, so dass sämtliche Installationen leicht zugänglich und jederzeit an veränderte Bedürfnisse anpassbar sind.
Das Foyer, das sich im ersten Obergeschoss in eine Galerie und dann weiter als Atrium nach oben fortsetzt, schafft nicht nur ein kommunikatives Zentrum, sondern leistet auch die Erschließung der Büro-, Versammlungs- und sonstigen Arbeits- und Funktionsräume. Um die zentrale Ellipse des Atriums herum sind die Grundrisse beider Gebäude jederzeit leicht an veränderte Bedingungen anpassbar, mit offenen oder geschlossenen Bürozonen. Die Decke ist als sichtbar radiale Holzstruktur ausgeführt, die Trennwände innerhalb der Bürobereiche folgen als Ständerwände dieser radialen Idee der „Sonnenstrahlen“ - und bleiben dabei völlig flexibel. Je nach Anforderung können sie abgeschlossen, halbgeschlossen oder offen ausgeführt werden und bleiben leicht versetzbar, „form follows functional flexibility“.
Auf dem Dach unter den Solaranlagen gibt es eine Dachterrasse mit Freizeitangeboten, wie Fitnessraum, Sauna und Fitnessparcour.
Erschließung und Verkehr
Das Bürogebäude wird von der Ziegelstadelstraße aus erschlossen. Ein weitgespanntes Vordach markiert den Haupteingang zum Bürogebäude. Die Andienung erfolgt über den östlich gelegenen Werkhof. Fahrräder und Besucherparkplätze sind westlich des Gebäudes in der Nähe des Haupteingangs angeordnet. Ein zweigeschossiges Parkdeck für die Mitarbeiter, das sowohl von der Ziegelstadelstraße und von der westlichen Planstraße aus angefahren werden kann, erhält ebenfalls eine PV-Überdachung. Die beiden Parkebenen werden entlang der nord-westlichen Grundstücksgrenze verbunden. Hier gibt es auch Solartankstellen für Elektrofahrzeuge. Über die „Solarbrücke“ ist der Neubau der Firmenzentrale mit dem bestehenden Standort sowohl fußläufig als auch mit Fahrrädern, solaren E-Bikes, E-Kleinfahrzeugen und E-Shuttle-Bus erreichbar. Die Nutzung des solar-elektrischen Überschusses für den Verkehr ist eine zukunftsweisende Option, die in der weiteren Planung ausgearbeitet werden kann.
Wasserkonzept und Freiraumqualitäten
Über ein Vakuum-WC-System werden die anfallenden Fäkalien mit sehr niedrigem Wasseranteil in einem zentralen Tank gesammelt, welcher auch die Küchen- und Gartenabfälle aufnimmt. In Kooperation mit einem lokalen Landwirt werden diese einer Biogasanlage zugeführt werden, die das Biogas für das hauseigene Biogas-BHKW liefert. Grauwasser wird auf dem Gelände geklärt und biologisch zurückgeführt.
Der gesamte Freiraum kann so mit einem Wasserkreislauf, für jedermann sichtbar, umspannt und zusammengehalten werden. Die Freianlagen sind naturnah gestaltetet, nur wenig Fläche ist versiegelt. Regenwasser wird in einem Naturteich gesammelt und in Mulden zurückgehalten. Eine Sonnenterrasse über dem Teich bietet einen erholsamen Freibereich für Café und Kasino. Ein kleiner Park für die Mitarbeiter lädt ein zum Pausenspaziergang, zu Freizeitaktivitäten wie Tischtennis, aber auch zum Arbeiten und zur Besprechung im Freien. Hierfür sind spezielle Bereiche wie der Solar-Pavillon und eine Freiarbeitsfläche mit Netzwerkanschluss ausgestattet.
Baumaterialien
Die verwendeten Baustoffe sind so weit möglich nachwachsende Materialien, in erster Linie Holz aus heimischen Beständen. Die Verwendung von Stahlbeton wurde auf das notwendige Maß reduziert. Bei der Holzverbunddecke wird die Stahlarmierung erheblich reduziert. Als Dämmstoff kommen ebenfalls nachwachsende Baustoffe wie Flachs oder Cellulose zum Einsatz. Die – überwiegend natürlichen – Baustoffe können recycelt werden und erzeugen zudem ein angenehmes, schadstofffreies Innenraumklima.
Wirtschaftlichkeit
Das kompakte Gebäude hat Vorteile in Bezug auf Erschließung und Unterhalt. Die Verkehrsflächen sind auf ein Minimum reduziert. Die Gebäudehülle ist durch die elliptische Grundform in einem nahezu idealen energetischen Verhältnis zum umbauten Raum. Die Reinigung der Fassadenflächen erfolgt über Hubsteiger von außen. Und aus Energienebenkosten werden Nebeneinnahmen durch die Einspeisung der Überschüsse aus solarem Strom.
Leitideen
Ein eindringliches Symbol für gebaute Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit – und für die Phoenix Solar AG als Wegbereiter in das Solarzeitalter, als Protagonist der Solarwirtschaft, als Unternehmen, das seine Verantwortung selbstverständlich wahrnimmt: Dieses soll der Neubau der Firmenzentrale anschaulich machen, einprägsam, weithin sichtbar, unmittelbar verständlich. Der Neubau der Firmenzentrale bietet sich – mit zwei (und später drei) elliptischen Grundformen – als ein markantes, augenfälliges Gebäudeensemble dar. Über den kraftvollen, kompakten Körpern schweben leichte Flugdächer als Solarkraftwerke. Solid und himmelstürmend, geerdet und solar.
Eindringlich, nicht aufdringlich: Dass die Firmenzentrale von Phoenix Solar gar nicht anders konzipiert werden kann denn als einer der energetisch ehrgeizigsten Bürogebäude-Komplexe der Dekade, liegt in der Natur des Unternehmens. Sinnfällig trägt die hauseigene Photovoltaik dazu bei, innovativ in Einsatz und Gestaltung, dass die Gebäude nicht mehr Verbraucher sind, sondern – mit der Sonne als Stakeholder – der Gesellschaft einen Überschuss abgeben. Dieselbe Wirkung strahlt freilich nicht nur nach außen, sondern auch nach innen, mit sonnendurchfluteten, kommunikativen Arbeitsräumen und Außenanlagen mit Naturbezug und Erholungsqualitäten: inspirierende Architektur mit Identifikationspotential und angenehmer Atmosphäre für ein Team von 500 Mitarbeitern vor Ort.
Architektonische Qualität und städtebauliche Einbindung
In den beiden Bauabschnitten der ersten Bauphase werden zwei eigenständige, im Erdgeschoss miteinander verbundene Gebäude erstellt. Ein Atrium als Erschließungs- und Kommunikationszone bildet jeweils den zentralen Kern – und ermöglicht zugleich eine beidseitige natürliche Belichtung der Büroflächen. Westlich schließt der Werkhof an das Gebäudeensemble an, wo auch die Andienung des Gebäudes erfolgt. Ebenfalls westlich angeordnet ist das Laborgebäude. Beide Hauptgebäude können wahlweise auch getrennt und separat genutzt werden. Hierzu kann beim westlichen Gebäudeteil ein eigener Haupteingang errichtet werden.
In der zweiten Bauphase wird das Ensemble durch ein drittes elliptisches Gebäude ergänzt. Hier sind zwei Varianten möglich, nämlich eine Erweiterung entweder auf dem Nachbargrundstück oder auf dem gleichen Grundstück. Im zweiten Fall kann das vorhandene Parkdeck aufgestockt werden, und ein Erwerb des Nachbargrundstücks wäre nicht nötig.
Mitentscheidend für das vorgestellte Konzept:
Die Gebäude halten über die trennende Autobahn hinweg den verbindenden Sichtbezug zum Stammsitz von Phoenix Solar und auch zum Schloss Sulzemoos – und umgekehrt, Neues und Altes bleiben auf Tuchfühlung.
Konstruktion, Programm, Funktionen
Holz ist ein regional verfügbarer, recyclebarer Rohstoff, ein Baustoff mit idealem „carbon footprint“. Holz ist gespeichertes CO2 und gespeicherte Sonnenenergie. Also baut die Grundkonstruktion auf Holz: Runde Brettschicht-Stützen tragen die sichtbaren Holzdecken aus vorgefertigten, segmentierten Brettschichtholz-Elementen. Diese sind zugleich die Schalung und bilden die Zugzone für die Holz-Beton-Verbunddecke. Die aus Stahlbeton gefertigten WC- und Erschließungsblöcke bilden die aussteifenden Kerne. Fassade, Brüstungselemente, Fensterrahmen werden ebenfalls aus Holz gefertigt. Um die Anforderungen des Brandschutzes zu erfüllen, werden optimierte Rettungswege und eine Sprinkleranlage eingeplant, welche auch energetisch genutzt wird. Alle Bürobereiche sind mit einem Doppelboden ausgestattet, so dass sämtliche Installationen leicht zugänglich und jederzeit an veränderte Bedürfnisse anpassbar sind.
Das Foyer, das sich im ersten Obergeschoss in eine Galerie und dann weiter als Atrium nach oben fortsetzt, schafft nicht nur ein kommunikatives Zentrum, sondern leistet auch die Erschließung der Büro-, Versammlungs- und sonstigen Arbeits- und Funktionsräume. Um die zentrale Ellipse des Atriums herum sind die Grundrisse beider Gebäude jederzeit leicht an veränderte Bedingungen anpassbar, mit offenen oder geschlossenen Bürozonen. Die Decke ist als sichtbar radiale Holzstruktur ausgeführt, die Trennwände innerhalb der Bürobereiche folgen als Ständerwände dieser radialen Idee der „Sonnenstrahlen“ - und bleiben dabei völlig flexibel. Je nach Anforderung können sie abgeschlossen, halbgeschlossen oder offen ausgeführt werden und bleiben leicht versetzbar, „form follows functional flexibility“.
Auf dem Dach unter den Solaranlagen gibt es eine Dachterrasse mit Freizeitangeboten, wie Fitnessraum, Sauna und Fitnessparcour.
Erschließung und Verkehr
Das Bürogebäude wird von der Ziegelstadelstraße aus erschlossen. Ein weitgespanntes Vordach markiert den Haupteingang zum Bürogebäude. Die Andienung erfolgt über den östlich gelegenen Werkhof. Fahrräder und Besucherparkplätze sind westlich des Gebäudes in der Nähe des Haupteingangs angeordnet. Ein zweigeschossiges Parkdeck für die Mitarbeiter, das sowohl von der Ziegelstadelstraße und von der westlichen Planstraße aus angefahren werden kann, erhält ebenfalls eine PV-Überdachung. Die beiden Parkebenen werden entlang der nord-westlichen Grundstücksgrenze verbunden. Hier gibt es auch Solartankstellen für Elektrofahrzeuge. Über die „Solarbrücke“ ist der Neubau der Firmenzentrale mit dem bestehenden Standort sowohl fußläufig als auch mit Fahrrädern, solaren E-Bikes, E-Kleinfahrzeugen und E-Shuttle-Bus erreichbar. Die Nutzung des solar-elektrischen Überschusses für den Verkehr ist eine zukunftsweisende Option, die in der weiteren Planung ausgearbeitet werden kann.
Wasserkonzept und Freiraumqualitäten
Über ein Vakuum-WC-System werden die anfallenden Fäkalien mit sehr niedrigem Wasseranteil in einem zentralen Tank gesammelt, welcher auch die Küchen- und Gartenabfälle aufnimmt. In Kooperation mit einem lokalen Landwirt werden diese einer Biogasanlage zugeführt werden, die das Biogas für das hauseigene Biogas-BHKW liefert. Grauwasser wird auf dem Gelände geklärt und biologisch zurückgeführt.
Der gesamte Freiraum kann so mit einem Wasserkreislauf, für jedermann sichtbar, umspannt und zusammengehalten werden. Die Freianlagen sind naturnah gestaltetet, nur wenig Fläche ist versiegelt. Regenwasser wird in einem Naturteich gesammelt und in Mulden zurückgehalten. Eine Sonnenterrasse über dem Teich bietet einen erholsamen Freibereich für Café und Kasino. Ein kleiner Park für die Mitarbeiter lädt ein zum Pausenspaziergang, zu Freizeitaktivitäten wie Tischtennis, aber auch zum Arbeiten und zur Besprechung im Freien. Hierfür sind spezielle Bereiche wie der Solar-Pavillon und eine Freiarbeitsfläche mit Netzwerkanschluss ausgestattet.
Baumaterialien
Die verwendeten Baustoffe sind so weit möglich nachwachsende Materialien, in erster Linie Holz aus heimischen Beständen. Die Verwendung von Stahlbeton wurde auf das notwendige Maß reduziert. Bei der Holzverbunddecke wird die Stahlarmierung erheblich reduziert. Als Dämmstoff kommen ebenfalls nachwachsende Baustoffe wie Flachs oder Cellulose zum Einsatz. Die – überwiegend natürlichen – Baustoffe können recycelt werden und erzeugen zudem ein angenehmes, schadstofffreies Innenraumklima.
Wirtschaftlichkeit
Das kompakte Gebäude hat Vorteile in Bezug auf Erschließung und Unterhalt. Die Verkehrsflächen sind auf ein Minimum reduziert. Die Gebäudehülle ist durch die elliptische Grundform in einem nahezu idealen energetischen Verhältnis zum umbauten Raum. Die Reinigung der Fassadenflächen erfolgt über Hubsteiger von außen. Und aus Energienebenkosten werden Nebeneinnahmen durch die Einspeisung der Überschüsse aus solarem Strom.
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► www.plusenergiehaus.de
Siedlung Renningen-Malmsheim
Für die Stadt Renningen-Malmsheim hat Rolf Disch SolarArchitektur eine Stadterweiterung geplant. Im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung bestand die Grundsatz-Aufgabe, die beiden Ortsteile zu verbinden. Ein Wohnbaugebiet für 3.000 Einwohner soll entstehen, überwiegend mit Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern, daneben einem zentralen Straßenzug mit Geschosswohnungsbauten, der auch die nötige Infrastruktur an öffentlichen und gewerblichen Einrichtungen aufnimmt.
Die Siedlung ist nach den höchsten Nachhaltigkeitskriterien ausgelegt. Die Häuser sind sämtlich nach Süden orientiert, um optimale Besonnung zu garantieren, und sie erfüllen die Anforderungen des Plusenergiehaus-Standards. Neben optimaler Energie-Effizienz der Gebäudehüllen sind aktive Solarenergie-Systemen in die Häuser integriert, und der geringe verbleibende Heizenergie-Bedarf wird über ein Gas-BHKW und ein Nahwärmenetz abgedeckt.
Auch ein Mobilitätskonzept ist in die Planung integriert: Die Zufahrtsstraßen sind verkehrsberuhigt, möglichst viele Zugangswege zu den Häusern bleiben autofreie Spielstraßen und kommunikationsfördernde Wohnhöfe. Die Anbindung an die beiden „alten“ Stadtteile ist gewährleistet, und zwar nicht nur mit dem Auto, sondern vor allem auch über Fuß- und Radwege, sowie über leichten Zugang zur S-Bahn. So werden Anreize zur Reduzierung des fahrenden und ruhenden Verkehrs geschaffen, auch im Sinne eines „space sharing“, also einer gemeinsamen Nutzung von vorgeschriebenen Stellplätzen.
Die Siedlung ist emissionsfrei, aber das ökologische Konzept bedeutet nicht Verzicht, sondern ermöglicht im Gegenteil einen hohen Wohnkomfort. Großer Wert wurde auf die Grünflächenplanung gelegt: Ein Grünflächenzug, der einem vorhandenen Bachlauf folgt, dient als Stadtpark mit Bedeutung über das Quartier hinaus. Jedes Grundstück hat direkten Zugang zum öffentlichen Grün, da zwischen den Häuserzeilen großzügige Retentionsflächen verbleiben. Die zentrale Allee erweitert sich zu einem baumbestandenen Quartiersplatz, und auch die anderen wichtigen Erschließungsstraßen sind als Alleen ausgelegt. Bei aller städtischen Verdichtung und dem bedachten und intensiven Umgang mit der Ressource „Grund und Boden“ wird so dennoch ein Wohnen im Grünen geboten.
Nachhaltiges Bauen heißt aber zugleich, dass flexible Nutzungen offengehalten werden und dass der demographische Faktor Berücksichtigung findet. Beidem wird Rechnung getragen mit Gartenhäusern auf den Grundstücken. Das ermöglicht Erweiterungen im Sinne des Mehrgenerationenwohnens, Grundstücksteilungen oder späteren Zukauf des Restgrundstücks, ebenso wie Nutzungen der gartenseitigen Häuser z.B. als Büro oder Praxis, so dass Wohnen und Arbeiten zusammenrücken können. So besteht ein robustes, hochgradig anpassungsfähiges Siedlungssystem, das sowohl in Hinblick auf Klimaschutz und steigende Energiepreise, wie auf variable Nutzungen zukunftsfähig bleibt.
Siedlung Renningen-Malmsheim
Für die Stadt Renningen-Malmsheim hat Rolf Disch SolarArchitektur eine Stadterweiterung geplant. Im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung bestand die Grundsatz-Aufgabe, die beiden Ortsteile zu verbinden. Ein Wohnbaugebiet für 3.000 Einwohner soll entstehen, überwiegend mit Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern, daneben einem zentralen Straßenzug mit Geschosswohnungsbauten, der auch die nötige Infrastruktur an öffentlichen und gewerblichen Einrichtungen aufnimmt.
Die Siedlung ist nach den höchsten Nachhaltigkeitskriterien ausgelegt. Die Häuser sind sämtlich nach Süden orientiert, um optimale Besonnung zu garantieren, und sie erfüllen die Anforderungen des Plusenergiehaus-Standards. Neben optimaler Energie-Effizienz der Gebäudehüllen sind aktive Solarenergie-Systemen in die Häuser integriert, und der geringe verbleibende Heizenergie-Bedarf wird über ein Gas-BHKW und ein Nahwärmenetz abgedeckt.
Auch ein Mobilitätskonzept ist in die Planung integriert: Die Zufahrtsstraßen sind verkehrsberuhigt, möglichst viele Zugangswege zu den Häusern bleiben autofreie Spielstraßen und kommunikationsfördernde Wohnhöfe. Die Anbindung an die beiden „alten“ Stadtteile ist gewährleistet, und zwar nicht nur mit dem Auto, sondern vor allem auch über Fuß- und Radwege, sowie über leichten Zugang zur S-Bahn. So werden Anreize zur Reduzierung des fahrenden und ruhenden Verkehrs geschaffen, auch im Sinne eines „space sharing“, also einer gemeinsamen Nutzung von vorgeschriebenen Stellplätzen.
Die Siedlung ist emissionsfrei, aber das ökologische Konzept bedeutet nicht Verzicht, sondern ermöglicht im Gegenteil einen hohen Wohnkomfort. Großer Wert wurde auf die Grünflächenplanung gelegt: Ein Grünflächenzug, der einem vorhandenen Bachlauf folgt, dient als Stadtpark mit Bedeutung über das Quartier hinaus. Jedes Grundstück hat direkten Zugang zum öffentlichen Grün, da zwischen den Häuserzeilen großzügige Retentionsflächen verbleiben. Die zentrale Allee erweitert sich zu einem baumbestandenen Quartiersplatz, und auch die anderen wichtigen Erschließungsstraßen sind als Alleen ausgelegt. Bei aller städtischen Verdichtung und dem bedachten und intensiven Umgang mit der Ressource „Grund und Boden“ wird so dennoch ein Wohnen im Grünen geboten.
Nachhaltiges Bauen heißt aber zugleich, dass flexible Nutzungen offengehalten werden und dass der demographische Faktor Berücksichtigung findet. Beidem wird Rechnung getragen mit Gartenhäusern auf den Grundstücken. Das ermöglicht Erweiterungen im Sinne des Mehrgenerationenwohnens, Grundstücksteilungen oder späteren Zukauf des Restgrundstücks, ebenso wie Nutzungen der gartenseitigen Häuser z.B. als Büro oder Praxis, so dass Wohnen und Arbeiten zusammenrücken können. So besteht ein robustes, hochgradig anpassungsfähiges Siedlungssystem, das sowohl in Hinblick auf Klimaschutz und steigende Energiepreise, wie auf variable Nutzungen zukunftsfähig bleibt.
Lageplan Wohnbaugebiet Renningen-Malmsheim
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► www.plusenergiehaus.de
Solarsiedlung Eichstetten
Für die Gemeinde Eichstetten am Kaiserstuhl war ein Neubaugebiet von ca. 50.000 m2 zu planen, das in drei klar unterschiedene Nutzungsbereiche gegliedert wurde: Ein Mischgebiet mit Wohnhäusern und Gewerbe, einzelne Baufelder mit Einzel- und Doppelhäusern, sowie eine Gemeindebedarfsfläche für einen Schulneubau mit Sportanlage.
Im Süden grenzt das Gebiet an Weinberge, das durch eine großzügige „grüne Achse mit dem Plangebiet und dem Ortskern verbunden wird. Auf dieser Achse liegt zugleich der zentrale Quartiersplatz. Zusätzlich dienen einzelne „grüne Finger“ zwischen den geplanten Baufeldern der ölologischen Vernetzung, sowie zur Oberflächenentwässerung.
Das zugrunde liegende Konzept modularer Plusenergiehaus®-Bausteine ermöglicht eine Kombinationen von Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern mit Pult- oder Satteldächern, mit unterschiedlichen Größen und Geschossigkeiten und mit unterschiedlichen Nutzungen. Im nördlichen teil sollen auch alternative Gebäudetypen und wohnformen realisiert werden – mit Möglichkeiten für das Mehrgenerationen- und Gemeinschaftswohnen. Alle Häuser sind zur Sonne orientiert, so dass solare Energie passiv und aktiv optimal genutzt werden kann.
Solarsiedlung Eichstetten
Für die Gemeinde Eichstetten am Kaiserstuhl war ein Neubaugebiet von ca. 50.000 m2 zu planen, das in drei klar unterschiedene Nutzungsbereiche gegliedert wurde: Ein Mischgebiet mit Wohnhäusern und Gewerbe, einzelne Baufelder mit Einzel- und Doppelhäusern, sowie eine Gemeindebedarfsfläche für einen Schulneubau mit Sportanlage.
Im Süden grenzt das Gebiet an Weinberge, das durch eine großzügige „grüne Achse mit dem Plangebiet und dem Ortskern verbunden wird. Auf dieser Achse liegt zugleich der zentrale Quartiersplatz. Zusätzlich dienen einzelne „grüne Finger“ zwischen den geplanten Baufeldern der ölologischen Vernetzung, sowie zur Oberflächenentwässerung.
Das zugrunde liegende Konzept modularer Plusenergiehaus®-Bausteine ermöglicht eine Kombinationen von Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern mit Pult- oder Satteldächern, mit unterschiedlichen Größen und Geschossigkeiten und mit unterschiedlichen Nutzungen. Im nördlichen teil sollen auch alternative Gebäudetypen und wohnformen realisiert werden – mit Möglichkeiten für das Mehrgenerationen- und Gemeinschaftswohnen. Alle Häuser sind zur Sonne orientiert, so dass solare Energie passiv und aktiv optimal genutzt werden kann.
Lageplan Solarsiedlung Eichstetten
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Auftritt Stadt Freiburg EXPO 2010
Die Stadt Freiburg wurde als „Green City“ auf die EXPO 2010 in Shanghai eingeladen und suchte im Rahmen eines eingeladenen Wettbewerbs nach Lösungen für die Präsentation. Rolf Disch SolarArchitektur reichte einen Vorschlag ein mit zwei sehr unterschiedlichen Räumen und weitgehenden inhaltlichen Konzepten.
Ein Auftritt, der auf einer Weltausstellung Eindruck hinterlässt, muss erstens ein Konzept mit globaler Ausstrahlungskraft aufbieten, zweitens äußerst wirkungsvolle Räume schaffen. Deshalb wird erstens eine ‚Charta von Freiburg’ verfasst. Diese entwirft eine Zielvorstellung, die neue Debatten über die nachhaltige Stadt eröffnet, hier vor Ort und weltweit: ein Marketinginstrument ersten Ranges.
Der Messestand ist deshalb allein der Verbreitung der Charta vorbehalten. Er wird zu einem atmosphärisch aufgeladenen Raum: dem „Dome of the Charter“. Die Ausstellung wird in einem markanten Gebäude präsentiert, das zugleich den weltweit höchsten Nachhaltigkeitsstandard repräsentiert: dem „Green City Tower“. „Dome“ und „Tower“ garantieren Bilder, mit denen Freiburgs EXPO-Präsenz in die Weltpresse getragen werden kann.
Der Dom – ein magischer Ort
Der Messestand wird verwandelt in einen symbolisch aufgeladenen Raum, der alle Besucher der Halle in seinen Bann zieht: Über einem goldenen Boden hängen von acht Metern Höhe weiße Glasfaserbahnen – mit der Anmutung chinesischer Kalligraphien. So entsteht eine von der Decke mit rotem und blauem LED-Licht effektvoll ausgeleuchtete Kuppel.
Die Eingangsituation ist markiert durch zwei breitere rote Bahnen. Über einem zentralen, roten Tisch erscheint in Neonschrift an der roten Rückwand noch einmal das Thema der „Charta von Freiburg“. In Augenhöhe kann der Charta-Text auf den weißen Bahnen in allen Weltsprachen gelesen werden
Die Charta von Freiburg soll lokale und globale Wege weisen zu einer nachhaltigen Stadt und einer zu 100 Prozent regenerativen Energieversorgung. Visionäres und Pragmatisches halten sich die Waage, ähnlich wie bei der „Charta von Athen“ (1933, 2003), und der „Solarcharta“ (1996).
Im Zentrum des Doms befindet sich der Runde Tisch, in dessen Mitte die „Charta von Freiburg“ durch ein „goldenes Buch“ symbolisiert wird. In den Tisch sind interaktive Terminals eingelassen. Hier wird der Besucher zum Teilnehmer an der Charta: er kann sie virtuell „zeichnen“, indem er Namen und E-mail-Adresse hinterlässt. Er wird Mitglied des „Charter-Community-Forums“ mit persönlichem Profil, welches später vom eigenen PC genutzt wird.
Der Runde Tisch verkörpert die Idee von Gemeinschaft und Beteiligung. Der Besucher hat die Möglichkeit, selbst „Teil der Lösung“ zu werden in einem „Netzwerks gegen den Klimawandel“ und für die nachhaltige Stadt. Der Grundcharakter des Internet-Auftritts ist interaktiv mit dynamischem, User-generierten Content – also ohne großen redaktionellen Aufwand. Dieser virtuelle Raum eröffnet Möglichkeiten für das Marketing und für Links zu lokalen Institutionen und Firmen. Das Konzept kann über die EXPO hinaus weiterentwickelt werden.
Der Freiburger Green City Tower in Shanghai
Der Green City Tower setzt auf der EXPO 2010 in Shanghai ein Zeichen, das sich dem Besucher einprägen wird: eine begehbare Skulptur. Er ergibt ein markantes Bild – auf dem EXPO-Gelände und für das Marketing. Sein Innenraum ist durch den offenen Grundriss als Ausstellungsfläche ideal geeignet.
Bei einer Fläche von 440 m2 kann ein Gesamtdurchlauf von etwa 1,5 Mio Besuchern erzielt werden. Durch die Nutzung des Außenraums ist mindestens noch einmal dieselbe Anzahl ansprechbar. Durch den ikonischen Charakter erreicht der Green City Tower als „Botschafter für Freiburg“ potentiell jeden EXPO-Besucher.
Der Green City Tower zeigt das heute erreichbare Optimum an Energieeffizienz. Er ist drehbar gelagert, so dass er sich im Tagesverlauf je auf den Sonnenstand ausrichten kann. Für den Ausstellungsbetrieb wird die Umlaufgeschwindigkeit erhöht, so dass sich stets wechselnde Panoramablicke bieten. Auf dem Dach befindet sich ein großflächiges Sonnensegel, das wie die übrige Technologie den neuesten Stand widerspiegelt: Der Green City Tower produziert ein Vielfaches der Energie, die er verbraucht.
Alle Bestandteile werden in Deutschland vorgefertigt. Für den Aufbau sind 20 Tage zu veranschlagen.
Durch eine Wendeltreppe im Innern der Säule erreicht der Besucher die oberste Ausstellungsebene. Hier wird die „Charta von Freiburg“ in Chinesisch und Englisch präsentiert – ein anspruchsvoller Einstieg in die Ausstellung. Der Besucher durchläuft die Ausstellung in einer absteigenden Spirale, der gesamte Tower ist als offener Grundriss konzipiert, als durchgängig freier Raum.
In elf Themenräumen - pro Thema ein Viertelkreis des Gebäudes - werden die entscheidenden Leistungen Freiburgs aufgezeigt, mit Blick auf globale Übertragbarkeit. Das Konzept ist offen für Beiträge aller Akteure der Green City. Freiburg präsentiert sich zunächst mit einem imageträchtigen Gesamteindruck und mit dem Quartier Vauban, das in allen Themenbereichen wieder aufgegriffen werden kann. Am Schluss ist Raum für einen Blick auf die bis 2010 geplanten Zukunftsprojekte.
Um das mediale Überangebot der EXPO nicht im Kleinen zu wiederholen, um zugleich eine für jedes Exponat gleichbleibend hohe ästhetische Qualität zu bieten und um den Besucherdurchlauf exakt zu steuern, werden die Hauptinhalte ausschließlich in Kurzfilmen präsentiert. Wie die Internet-Plattform können auch die Filme weiter verwendet werden – und das moderne Medium ist zugleich das ökologischste, da keine Massen an Materialien anfallen.
Mit der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg wurde ein Partner gewonnen, der die zehn Hauptthemen umsetzen kann in zehn moderne, espritvolle, je 90-sekündige „Clips“, die auffallen und im Gedächtnis bleiben werden. Anstelle der üblichen Flachbildschirme setzen wir für die Projektion ein neuartiges, semitransparentes und äußerst effektvolles Spezialgewebe ein.
Hier können Sie den Vorschlag für den Auftritt der Stadt Freiburg bei der EXPO 2010 in Shanghai runterladen (pdf, 1 Seite, Plakat, deutsch)
Auftritt Stadt Freiburg EXPO 2010
Die Stadt Freiburg wurde als „Green City“ auf die EXPO 2010 in Shanghai eingeladen und suchte im Rahmen eines eingeladenen Wettbewerbs nach Lösungen für die Präsentation. Rolf Disch SolarArchitektur reichte einen Vorschlag ein mit zwei sehr unterschiedlichen Räumen und weitgehenden inhaltlichen Konzepten.
Ein Auftritt, der auf einer Weltausstellung Eindruck hinterlässt, muss erstens ein Konzept mit globaler Ausstrahlungskraft aufbieten, zweitens äußerst wirkungsvolle Räume schaffen. Deshalb wird erstens eine ‚Charta von Freiburg’ verfasst. Diese entwirft eine Zielvorstellung, die neue Debatten über die nachhaltige Stadt eröffnet, hier vor Ort und weltweit: ein Marketinginstrument ersten Ranges.
Der Messestand ist deshalb allein der Verbreitung der Charta vorbehalten. Er wird zu einem atmosphärisch aufgeladenen Raum: dem „Dome of the Charter“. Die Ausstellung wird in einem markanten Gebäude präsentiert, das zugleich den weltweit höchsten Nachhaltigkeitsstandard repräsentiert: dem „Green City Tower“. „Dome“ und „Tower“ garantieren Bilder, mit denen Freiburgs EXPO-Präsenz in die Weltpresse getragen werden kann.
Der Dom – ein magischer Ort
Der Messestand wird verwandelt in einen symbolisch aufgeladenen Raum, der alle Besucher der Halle in seinen Bann zieht: Über einem goldenen Boden hängen von acht Metern Höhe weiße Glasfaserbahnen – mit der Anmutung chinesischer Kalligraphien. So entsteht eine von der Decke mit rotem und blauem LED-Licht effektvoll ausgeleuchtete Kuppel.
Die Eingangsituation ist markiert durch zwei breitere rote Bahnen. Über einem zentralen, roten Tisch erscheint in Neonschrift an der roten Rückwand noch einmal das Thema der „Charta von Freiburg“. In Augenhöhe kann der Charta-Text auf den weißen Bahnen in allen Weltsprachen gelesen werden
Die Charta von Freiburg soll lokale und globale Wege weisen zu einer nachhaltigen Stadt und einer zu 100 Prozent regenerativen Energieversorgung. Visionäres und Pragmatisches halten sich die Waage, ähnlich wie bei der „Charta von Athen“ (1933, 2003), und der „Solarcharta“ (1996).
Im Zentrum des Doms befindet sich der Runde Tisch, in dessen Mitte die „Charta von Freiburg“ durch ein „goldenes Buch“ symbolisiert wird. In den Tisch sind interaktive Terminals eingelassen. Hier wird der Besucher zum Teilnehmer an der Charta: er kann sie virtuell „zeichnen“, indem er Namen und E-mail-Adresse hinterlässt. Er wird Mitglied des „Charter-Community-Forums“ mit persönlichem Profil, welches später vom eigenen PC genutzt wird.
Der Runde Tisch verkörpert die Idee von Gemeinschaft und Beteiligung. Der Besucher hat die Möglichkeit, selbst „Teil der Lösung“ zu werden in einem „Netzwerks gegen den Klimawandel“ und für die nachhaltige Stadt. Der Grundcharakter des Internet-Auftritts ist interaktiv mit dynamischem, User-generierten Content – also ohne großen redaktionellen Aufwand. Dieser virtuelle Raum eröffnet Möglichkeiten für das Marketing und für Links zu lokalen Institutionen und Firmen. Das Konzept kann über die EXPO hinaus weiterentwickelt werden.
Der Freiburger Green City Tower in Shanghai
Der Green City Tower setzt auf der EXPO 2010 in Shanghai ein Zeichen, das sich dem Besucher einprägen wird: eine begehbare Skulptur. Er ergibt ein markantes Bild – auf dem EXPO-Gelände und für das Marketing. Sein Innenraum ist durch den offenen Grundriss als Ausstellungsfläche ideal geeignet.
Bei einer Fläche von 440 m2 kann ein Gesamtdurchlauf von etwa 1,5 Mio Besuchern erzielt werden. Durch die Nutzung des Außenraums ist mindestens noch einmal dieselbe Anzahl ansprechbar. Durch den ikonischen Charakter erreicht der Green City Tower als „Botschafter für Freiburg“ potentiell jeden EXPO-Besucher.
Der Green City Tower zeigt das heute erreichbare Optimum an Energieeffizienz. Er ist drehbar gelagert, so dass er sich im Tagesverlauf je auf den Sonnenstand ausrichten kann. Für den Ausstellungsbetrieb wird die Umlaufgeschwindigkeit erhöht, so dass sich stets wechselnde Panoramablicke bieten. Auf dem Dach befindet sich ein großflächiges Sonnensegel, das wie die übrige Technologie den neuesten Stand widerspiegelt: Der Green City Tower produziert ein Vielfaches der Energie, die er verbraucht.
Alle Bestandteile werden in Deutschland vorgefertigt. Für den Aufbau sind 20 Tage zu veranschlagen.
Durch eine Wendeltreppe im Innern der Säule erreicht der Besucher die oberste Ausstellungsebene. Hier wird die „Charta von Freiburg“ in Chinesisch und Englisch präsentiert – ein anspruchsvoller Einstieg in die Ausstellung. Der Besucher durchläuft die Ausstellung in einer absteigenden Spirale, der gesamte Tower ist als offener Grundriss konzipiert, als durchgängig freier Raum.
In elf Themenräumen - pro Thema ein Viertelkreis des Gebäudes - werden die entscheidenden Leistungen Freiburgs aufgezeigt, mit Blick auf globale Übertragbarkeit. Das Konzept ist offen für Beiträge aller Akteure der Green City. Freiburg präsentiert sich zunächst mit einem imageträchtigen Gesamteindruck und mit dem Quartier Vauban, das in allen Themenbereichen wieder aufgegriffen werden kann. Am Schluss ist Raum für einen Blick auf die bis 2010 geplanten Zukunftsprojekte.
Um das mediale Überangebot der EXPO nicht im Kleinen zu wiederholen, um zugleich eine für jedes Exponat gleichbleibend hohe ästhetische Qualität zu bieten und um den Besucherdurchlauf exakt zu steuern, werden die Hauptinhalte ausschließlich in Kurzfilmen präsentiert. Wie die Internet-Plattform können auch die Filme weiter verwendet werden – und das moderne Medium ist zugleich das ökologischste, da keine Massen an Materialien anfallen.
Mit der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg wurde ein Partner gewonnen, der die zehn Hauptthemen umsetzen kann in zehn moderne, espritvolle, je 90-sekündige „Clips“, die auffallen und im Gedächtnis bleiben werden. Anstelle der üblichen Flachbildschirme setzen wir für die Projektion ein neuartiges, semitransparentes und äußerst effektvolles Spezialgewebe ein.
Hier können Sie den Vorschlag für den Auftritt der Stadt Freiburg bei der EXPO 2010 in Shanghai runterladen (pdf, 1 Seite, Plakat, deutsch)
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Wettbewerbserfolge (Auswahl)
Die Aufgaben und Projekte des Architekturbüros Rolf Disch waren immer sehr unterschiedlich und vielfältig.
Schwerpunkte waren städtebauliche, ökologische und soziale Aufgaben. Sie erstreckten sich von Siedlungsplanungen, Wohn-, Geschäfts- und Verwaltungszentren über Schulen, Pflegeheime, Familien- und Altenwohnen, bis zu Energieprojekte und Solarsiedlungen.
Wesentlich für die guten Ergebnisse war die fruchtbare Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen und Fachleuten, wie Stadtplaner, Garten- und Landschaftsarchitekten, Verkehrsplaner, Soziologen, Statiker, Akustiker und Physiker.
1. Preis
Städtebaulicher Ideenwettbewerb Kirchhofen, 1973
2. Preis
Geschäftszentrum in Säckingen, 1973
2. Preis
Waisenhaus in Freiburg, 1974
1. Preis
Sonderschule und Kindergarten Villingen-Schwenningen (mit Turnhalle und Schwimmbad), 1975
1. Preis
Jugendbegegnungsstätte in Freiburg St. Georgen, 1975
1. Preis
Sonderschule für geistig Behinderte in Maulburg, 1976
2. Preis
Mehrzweckhalle in Munzingen, 1976
1. Preis
Altenwohnanlage "Im Haltinger", Freiburg, 1976
1. Preis
Wohnbebauung in der "Kartäuser" in Freiburg, 1976
2. Preis
Friedhof und Einsegnungshalle in Freiburg St. Georgen, 1977
2. Preis
Kindererholungsheim in Schönwald , 1978
1. Preis
Wohn und Geschäftshaus "Rebstock" in Emmendingen, 1979
2. Preis
Städtebaulicher Ideenwettbewerb "Stockacker u. Schloßacker II", Stegen, 1981
2. Preis
Realschule Triberg mit Turnhalle , 1981
1. Preis
Kostengünstige SolarReihenhäuser "Am Lindenwäldle", 1983
2. Preis
Neubausiedlung "Großacker", Merzhausen, 1983
1. Preis
Ökologische Wohnsiedlung "Wohnen am Speyerbach", 1985
2. Preis
Wohnbebauung "Im Bühl", Schwäbisch Gmünd Oberbettringen, 1986
1. Preis
Umweltbehörde Hamburg, (zusammen mit Büro Joachim Eble, Tübingen), 1992
1. Preis
Altenpflegeheim Walldorf , 1992
2. Preis
Altenwohnanlage mit Pflegeheim,Emmendingen, 1993
1. Preis
Gewerbebauten Stromeyersdorf, Stadler Verlag, Konstanz , 1993
2. Preis
Wohnsiedlung mit Altenpflegewohnungen in Villingen, 1993
2. Preis
Bebauung "Kreuzkampswiese" in Cappenberg/Selm, 1994
2. Preis
Ökologisches und kostengünstiges Bauen in Baden Baden, 1996
1. Preis
Solarsiedlung Pohlhausen (zusammen mit dem Büro Prof. Coersmaier, Köln), 1998
sowie weitere 21 Preise und Ankäufe
Wettbewerbserfolge (Auswahl)
Die Aufgaben und Projekte des Architekturbüros Rolf Disch waren immer sehr unterschiedlich und vielfältig.
Schwerpunkte waren städtebauliche, ökologische und soziale Aufgaben. Sie erstreckten sich von Siedlungsplanungen, Wohn-, Geschäfts- und Verwaltungszentren über Schulen, Pflegeheime, Familien- und Altenwohnen, bis zu Energieprojekte und Solarsiedlungen.
Wesentlich für die guten Ergebnisse war die fruchtbare Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen und Fachleuten, wie Stadtplaner, Garten- und Landschaftsarchitekten, Verkehrsplaner, Soziologen, Statiker, Akustiker und Physiker.
1. Preis
Städtebaulicher Ideenwettbewerb Kirchhofen, 1973
2. Preis
Geschäftszentrum in Säckingen, 1973
2. Preis
Waisenhaus in Freiburg, 1974
1. Preis
Sonderschule und Kindergarten Villingen-Schwenningen (mit Turnhalle und Schwimmbad), 1975
1. Preis
Jugendbegegnungsstätte in Freiburg St. Georgen, 1975
1. Preis
Sonderschule für geistig Behinderte in Maulburg, 1976
2. Preis
Mehrzweckhalle in Munzingen, 1976
1. Preis
Altenwohnanlage "Im Haltinger", Freiburg, 1976
1. Preis
Wohnbebauung in der "Kartäuser" in Freiburg, 1976
2. Preis
Friedhof und Einsegnungshalle in Freiburg St. Georgen, 1977
2. Preis
Kindererholungsheim in Schönwald , 1978
1. Preis
Wohn und Geschäftshaus "Rebstock" in Emmendingen, 1979
2. Preis
Städtebaulicher Ideenwettbewerb "Stockacker u. Schloßacker II", Stegen, 1981
2. Preis
Realschule Triberg mit Turnhalle , 1981
1. Preis
Kostengünstige SolarReihenhäuser "Am Lindenwäldle", 1983
2. Preis
Neubausiedlung "Großacker", Merzhausen, 1983
1. Preis
Ökologische Wohnsiedlung "Wohnen am Speyerbach", 1985
2. Preis
Wohnbebauung "Im Bühl", Schwäbisch Gmünd Oberbettringen, 1986
1. Preis
Umweltbehörde Hamburg, (zusammen mit Büro Joachim Eble, Tübingen), 1992
1. Preis
Altenpflegeheim Walldorf , 1992
2. Preis
Altenwohnanlage mit Pflegeheim,Emmendingen, 1993
1. Preis
Gewerbebauten Stromeyersdorf, Stadler Verlag, Konstanz , 1993
2. Preis
Wohnsiedlung mit Altenpflegewohnungen in Villingen, 1993
2. Preis
Bebauung "Kreuzkampswiese" in Cappenberg/Selm, 1994
2. Preis
Ökologisches und kostengünstiges Bauen in Baden Baden, 1996
1. Preis
Solarsiedlung Pohlhausen (zusammen mit dem Büro Prof. Coersmaier, Köln), 1998
sowie weitere 21 Preise und Ankäufe
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Modellprojekt Berlin-Möckernkiez
Ein 1. Preis und Auftrag
Für das 3 ha. große Baufeld Möckernkiez am Rand des neu entstehenden Gleisdreieck-Parks in Berlin-Kreuzberg wurde von der Genossenschaft „Initiative Möckernkiez“ ein eingeladener, zweistufiger Realisierungswettbewerb ausgeschrieben mit der Vorgabe ein einzigartiges Modellprojekt zu verwirklichen. Realisiert werden soll eine gemeinschaftliche und Generationen verbindende Wohnanlage, die ökologisch nachhaltig, barrierefrei, interkulturell und sozial integrativ ist.
70 Büros haben sich beworben, 9 Büros wurden eingeladen, 5 Büros wurden schließlich als Preisträger ohne Rangfolge festgelegt. Diese fünf Büros, unter ihnen Rolf Disch SolarArchitektur, erhielten vom Bauherrn, der „ Initiative Möckernkiez“, je einen Planungsauftrag für einen Teilabschnitt des Baugebiets.
Städtebauliches Konzept
Ausgehend von dem vorgegebenen städtebaulichen Rahmen schlagen wir die folgenden Änderungen vor:
1. Verbesserte Anbindung des Möckernkiezes an den Stadtteil Kreuzberg durch einen großzügigen Stadtplatz auf dem Straßenniveau der Möckernstrasse/Yorckstrasse. Auf dieser Ebene sind auch die öffentlichen Nutzungen des Quartiers wie Läden, Hotel, Kiezwerkstatt etc. angesiedelt.
2. Verbesserte Anbindung des Möckernkiezes in Richtung Park und Schöneberg (S- und U-Bahnstationen) durch den Quartiersplatz West.
3. Quartiersinterne Verbindung - Die beiden Plätze im Osten und Westen verbindet eine geschwungene Achse, an die kleine Nachbarschaftsplätze angegliedert sind.
Gebäudekonzept
Bei der Konzeption und der Gestaltung der Gebäude haben wir uns von den folgenden Begriffen leiten lassen:
− Kosten / Wirtschaftlichkeit
− Flexibilität
− Ökologie / Energie
− Gestaltung
− Vielfalt, Attraktionen
− Barrierefreiheit
Auf einer einfachen und wirtschaftlichen Konstruktion aufbauend, wurde ein Baukasten aus verschiedenen Grundrissen und Wohnungsgrößen entwickelt. Diese Grundrisse können in den beiden vorgeschlagenen Gebäudestrukturen flexibel angeordnet werden und schaffen somit eine Vielfalt an unterschiedlichen, auf die jeweiligen Anforderungen reagierenden Wohnsituationen. Innerhalb dieser Gebäudestrukturen sind aber auch andere individuelle Wohnformen wie z.B. Lofts und WG´s, größere und kleinere Wohnungen möglich. Auch unterschiedliche gewerbliche Nutzungen lassen sich problemlos integrieren. Grundsätzlich gilt: Die Grundrisse sind hoch flexibel und lassen sich problemlos geänderten Nutzungsbedürfnissen anpassen.
Energie - Ökologie
Alle Gebäude sind als Plusenergiegebäude geplant, d.h. sie erzeugen in der Bilanz mehr Energie als in ihnen verbraucht wird. Die Gebäudehülle ist hoch gedämmt und reduziert, in Verbindung mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, die Wärmeverluste auf ein Minimum.
Modellprojekt Berlin-Möckernkiez
Ein 1. Preis und Auftrag
Für das 3 ha. große Baufeld Möckernkiez am Rand des neu entstehenden Gleisdreieck-Parks in Berlin-Kreuzberg wurde von der Genossenschaft „Initiative Möckernkiez“ ein eingeladener, zweistufiger Realisierungswettbewerb ausgeschrieben mit der Vorgabe ein einzigartiges Modellprojekt zu verwirklichen. Realisiert werden soll eine gemeinschaftliche und Generationen verbindende Wohnanlage, die ökologisch nachhaltig, barrierefrei, interkulturell und sozial integrativ ist.
70 Büros haben sich beworben, 9 Büros wurden eingeladen, 5 Büros wurden schließlich als Preisträger ohne Rangfolge festgelegt. Diese fünf Büros, unter ihnen Rolf Disch SolarArchitektur, erhielten vom Bauherrn, der „ Initiative Möckernkiez“, je einen Planungsauftrag für einen Teilabschnitt des Baugebiets.
Städtebauliches Konzept
Ausgehend von dem vorgegebenen städtebaulichen Rahmen schlagen wir die folgenden Änderungen vor:
1. Verbesserte Anbindung des Möckernkiezes an den Stadtteil Kreuzberg durch einen großzügigen Stadtplatz auf dem Straßenniveau der Möckernstrasse/Yorckstrasse. Auf dieser Ebene sind auch die öffentlichen Nutzungen des Quartiers wie Läden, Hotel, Kiezwerkstatt etc. angesiedelt.
2. Verbesserte Anbindung des Möckernkiezes in Richtung Park und Schöneberg (S- und U-Bahnstationen) durch den Quartiersplatz West.
3. Quartiersinterne Verbindung - Die beiden Plätze im Osten und Westen verbindet eine geschwungene Achse, an die kleine Nachbarschaftsplätze angegliedert sind.
Gebäudekonzept
Bei der Konzeption und der Gestaltung der Gebäude haben wir uns von den folgenden Begriffen leiten lassen:
− Kosten / Wirtschaftlichkeit
− Flexibilität
− Ökologie / Energie
− Gestaltung
− Vielfalt, Attraktionen
− Barrierefreiheit
Auf einer einfachen und wirtschaftlichen Konstruktion aufbauend, wurde ein Baukasten aus verschiedenen Grundrissen und Wohnungsgrößen entwickelt. Diese Grundrisse können in den beiden vorgeschlagenen Gebäudestrukturen flexibel angeordnet werden und schaffen somit eine Vielfalt an unterschiedlichen, auf die jeweiligen Anforderungen reagierenden Wohnsituationen. Innerhalb dieser Gebäudestrukturen sind aber auch andere individuelle Wohnformen wie z.B. Lofts und WG´s, größere und kleinere Wohnungen möglich. Auch unterschiedliche gewerbliche Nutzungen lassen sich problemlos integrieren. Grundsätzlich gilt: Die Grundrisse sind hoch flexibel und lassen sich problemlos geänderten Nutzungsbedürfnissen anpassen.
Energie - Ökologie
Alle Gebäude sind als Plusenergiegebäude geplant, d.h. sie erzeugen in der Bilanz mehr Energie als in ihnen verbraucht wird. Die Gebäudehülle ist hoch gedämmt und reduziert, in Verbindung mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, die Wärmeverluste auf ein Minimum.
Modellprojekt Möckernkiez - Ansicht vom Park (Visualisierung: Loomilux)