Schopfheim - Obere Weiermatt

Plusenergiehäuser® in Schopfheim

Für die geplante Plusenergiehaus®-Bebauung auf dem Grundstück Obere Weiermatt wurde 2010 eine Bebauung mit drei Vierer-Hausgruppen und einem Gebäude mit Geschosswohnungen und Laubengangerschließung vorgeschlagen. Die Gebäude sind teilweise 2- und teilweise 3-geschossig und in der Tiefe versetzt angeordnet. Alle Häuser sind energetisch optimiert, verfügen über eine eigene Fotovoltaikanlage und entsprechen dem hohen Plusenergiehaus®-Standard von Rolf Disch SolarArchitektur. Im nordöstlichen Teil des Wohnquartiers entsteht ein kleiner Nachbarschaftsplatz mit Zugang zum Bach auf seiner Nordseite. Die Erschließung der Häuser erfolgt über barrierefreie Wohnwege.

Unterhalb des Platzes und des Geschosswohnungsbaus ist eine Tiefgarage mit 19 Stellplätzen, Fahrrad-, Abstell- und Kellerräumen sowie einer Technikzentrale angeordnet. Die

Bebaungskonzept Schopfheim

Einfahrt erfolgt über eine Rampe auf der östlichen Seite der Bebauung und reduziert somit den Verkehr im übrigen Teil der Straße „Am Eisweiher“. Die darüber hinaus erforderlichen Stellplätze sind oberirdisch entlang der Erschließungsstraße angeordnet.

Die Wärmeversorgung erfolgt über ein Nahwärmenetz. Angestrebt wird eine Anbindung an die Heizzentrale auf dem Columban-Grundstück. Die Energieversorgung erfolgt entsprechend der Plusenergiehaus®-Philosophie weitestgehend regenerativ und nachhaltig.
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Solarsiedlung Nürnberg

Ansichten und Grundrisse

Auf dem Mittelgrundstück in der Löwensteinstrasse in Nürnberg-Langwasser wird im Auftrag der WBG Nürnberg Gruppe durch Rolf Disch Solararchitektur eine Reihenhausbebauung mit Plusenergiehäusern geplant. Je nach Haustyp können zwischen 20 und 28 Reihenhäuser realisiert werden. Für beide Grundstücksteile wurden eine Reihe von Gebäudevarianten entwickelt, die sich durch die Gebäudebreite in der Art unterscheiden, dass sich je Hauszeile ein Haus mehr bzw. weniger realisieren lässt. Entsprechend unterscheiden sich die jeweiligen Häuser durch ihre Größe von 108 m² bis 178 m².

Die Gebäude sind als Reihenhäuser mit Wärmedämmung in einer Dämmstärke von ca. 30 cm konzipiert. Die Fenster verfügen über 3-fach verglaste Wärmeschutzisolierglasfenster mit gedämmten Rahmenprofilen und haben einen Uw von maximal 0,8 W/m²K. Die Gebäude werden an das vorhandene Nahwärmenetz

Plusenergiehäuser Nürnberg

angeschlossen. Bei einem Heizwärmebedarf von ca. 15 kWh/m²a und großflächigen Fotovoltaikmodulen auf den Dächern wir ein erheblicher Energieüberschuss erzielt, sowohl bei der Primärenergie, als auch bei der Endenergie. Jedes Haus ist somit ein eigenes Kraftwerk, dessen Überschüsse in das Stromnetz eingespeist.

Bei diesem Projekt soll die Power-Box zum Einsatz kommen: Die gesamte Energie- und sonstige Haustechnik, sämtliche Installationen, Küche, Bad, Technikraum Erschließung werden in einem vorgefertigten Modul integriert und komplett auf der Baustelle angeliefert. Die Power-Box kann dabei entweder an der Nordseite des Hauses liegen, so dass sämtliche Wohnräume zum Süden und zur Sonne ausgerichtet sind. Es ist alternativ aber ebenso möglich, auch im Norden noch Wohnräume anzuschließen.


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Solarsiedlung Königsfeld

Solarsiedlung Königsfeld (Modell)

Die Gemeinde Königsfeld plant die Bebauung der fünf Hektar großen „Kinderweide“: Ein neuer, modellhafter Ortsteil wird entstehen, der besonders für junge Familien attraktiv werden, aber auch Mehrgenerationen-Wohnen oder auch Wohnen und Arbeiten am selben Ort ermöglichen soll. Großen Wert legt die Gemeinde auf die Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit des neuen Wohnquartiers. Von Anfang an werden dabei interessierte Bürger in den Planungsprozess einbezogen.

Die Solarsiedlung „Kinderweide“ soll ein beispielgebendes Leuchtturmprojekt werden, das regionale und überregionale Ausstrahlungs- und Anziehungskraft besitzt. Für eine optimale Solarausnutzung werden deshalb die Gebäude der „Kinderweide“ sämtlich nach Süden ausgerichtet. Möglich ist dabei, über die üblichen Standards von Energiespar- und Passivhäusern hinauszugehen – mit dem Plusenergiehaus®, das eine positive Energiebilanz aufweist und so statt Nebenkosten Nebeneinnahmen erwirtschaftet und das vor allem Energie- und Energiepreissicherheit bietet. Für den minimalen restlichen Wärmeeintrag werden unterschiedliche Varianten vorgestellt.

Im westlichen Teil des Geländes sollen Hausgruppen mit Doppel- und Reihenhäuser entstehen, im östlichen Teil auch freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser. In einem zweiten Bauabschnitt ist für den südlichen Rand, an einen Golfplatz angrenzend, an eine Bebauung mit Hotel und Ferienhäusern zur Förderung des Fremdenverkehrs gedacht. Die Größe und Geschossigkeit der Gebäude bleibt möglichst variabel, um den Investoren und Baufamilien große Flexibilität und Individualität zu bieten.

Ein vorhandener Wasserlauf wird so ausgestaltet und ergänzt, dass eine attraktive, das Gebiet von Norden nach Süden durchlaufende öffentliche Grünzone entsteht, gespeist vom Oberflächenwasser der Siedlung. So wird nicht nur ein attraktiver Freiraum geschaffen, sondern eine ökologisch sinnvolle Regenwasserbewirtschaftung erreicht. Wertvolle Bäume werden dem Gebiet erhalten und bereichern die ohnehin grüne Solarsiedlung.

Für die Erschließung werden weitgehend bestehende Strukturen genutzt: Der bisherige Forstweg im Westen und Norden wird zur Haupterschließungsstraße und eine Stichstraße von da in die Siedlung hineinführen. Die Wendeplatte am Ende wird als Quartiersplatz ausgebildet. Der ruhende und fließende Verkehr soll die Lebensqualität im Quartier, die Kommunikation und Spielmöglichkeiten möglichst wenig beeinträchtigen. Ein attraktives Fußwegenetz entsteht unter Berücksichtigung bestehender Strukturen. Durch neue Fuß- und Radwege rückt die „Kinderweide“ dichter an den Ortskern heran.

Landschaft, Wege und Grünflächen mit integrierten vielfältigen Spielmöglichkeiten bieten ein Paradies für Alt und Jung. Die geplanten Doppel-, Reihen- und Einzelhäuser verfügen sämtlich über genügend große Gärten und Freiräume. Es bleibt „Luft“ für spätere Erweiterungsmöglichkeiten. Die Bauflächen erlauben unterschiedliche Hausgrößen für variables Wohnen und Arbeiten sowie zukunftsfähiges Mehrgenerationen-Wohnen. Sowohl Eigennutzer als auch Kapitalanleger und Mieter werden mit dem attraktiven Baugebiet angesprochen. Es verursacht keine Emissionen und erhält dem Luftkurort Königsfeld die gesunde Luft.

Da die Nebenkosten für die Bewohner dauerhaft niedrig bleiben und die Solarhäuser über die Energiegewinne sogar Einnahmen generieren, sind diese Immobilien gerade auch aus wirtschaftlichen Gründen interessant: Es sind besonders nachhaltige und werthaltige Kapitalanlagen, und regional verbleibendes Kapital bedeutet kommunale Wirtschaftsförderung.

Solarsiedlung Königsfeld (Lageplan)


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Solarsiedlung Köln-Ostheim

Grünkonzept Köln-Ostheim

2.500 Einwohner soll das neu zu errichtende Waldbadviertel Köln-Ostheim aufnehmen. Rolf Disch SolarArchitektur hat hier in einer Konzeptstudie für eine Wohnungsbaugesellschaft eine weitere Solarsiedlung projektiert, die sich durch hohe Wohnqualität auszeichnet, dazu ein Energiekonzept aufweist, das den Plusenergie-Standard noch einmal erheblich verbessern kann.

Das Siedlungsgebiet grenzt an ein einen Badesee im Wald – und die Wasserfläche wird zur Siedlung hin erweitert, so dass ein Wasserbecken das Zentrum bildet, um welches herum sich Geschosswohnungsbauten gruppieren. Um dieser herum lagern sich Reihenhäuser, während an der Zufahrtsallee, die die Siedlung erschließt, Punkthäuser stehen. Am See kann ein Wellness-Center gebaut werden, was den Ortsteil noch weiter aufwerten würde.

Schnitt Köln-Ostheim

Das Konzept beinhaltet nicht nur Gärten für die Reihen- und Einzelhäuser, sowie Mietergärten für die größeren Wohnbauten, sondern großzügige Grün- und Spielflächen, und neben dem Badesee und dem Zugang zum Wald sorgt auch die Verkehrsberuhigung und Stellplatzreduzierung im Wohngebiet für eine hohe Wohnqualität. Natürlich ist das Quartier dennoch gut angebunden – für Fußgänger und Radfahrer mit einem entsprechenden Wegenetz, mit U-Bahn-Zugang in Laufreichweite, aber auch mit dem Auto. Teil des am Wasser gelegenen „Ortskerns“ mit Kita, Spiel- und Marktplatz ist die Energie- und Mobilitätszentrale mit Car-Sharing-Zentrum.

Die gesamte Siedlung ist nach Süden orientiert, um passiv, aber auch mit aktiven PV-Systemen den bestmöglichen solaren Energieeintrag sicherzustellen. Dazu kommt ein Blockheizkraftwerk, das neben der geringen, noch benötigten Heizwärme und Warmwasser Strom produziert – aus veredeltem Biogas. So ist – bei zugleich höchster Energieeffizienz – nicht nur eine Vollversorgung aus regenerativen Energiequellen gewährleistet. Hier entsteht Wohnraum, der bezahlbar bleibt, gleichwohl in Sachen Wohnqualität und Ökologie aufgewertet wird: Das energetische Plus der gesamten Siedlung wird weltweit ein neues Optimum markieren.

Lageplan Siedlung Köln-Ostheim


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Solarseilbahn Schauinsland

Solarüberdachung Seilbahn Schauinsland

Der Schauinsland ist der „Hausberg“ der Freiburger, ein Naherholungsgebiet für sommerliche und winterliche Ausflügler, und eine spektakuläre und vergnügliche Seilbahnfahrt hinauf und hinab gehört zum Schauinsland-Erlebnis. Die Bergstation dieser Seilbahn ist ein baulich sehr interessantes Gebäude aus den 1930er Jahren. Da jüngste Überprüfungen ergeben haben, dass die winterlichen Schneelasten auf dem Gebäudedach nach heutigen Standards möglicherweise statische Nachbesserungen erzwingen, wurde Rolf Disch SolarArchitektur mit einer Konzeptstudie beauftragt, die gleich zwei Funktionen bedenken sollte: die Lösung des statischen Problems und die regenerative Energieversorgung der Seilbahn.

Geprüft wurde die Machbarkeit eines Solardaches mit eigener Tragkonstruktion, welches das gesamte Gebäude überspannen

Solarüberdachung Talstation

könnte. Es umfasst eine Fläche von ca. 2.350 m². Das Tragwerk besteht aus einer feuerverzinkten Stahlkonstruktion mit Hauptbindern und Nebenträgern. Die Dachneigung ist nach Süden ausgerichtet, beträgt ca. 7° und folgt dem natürlichen Geländeverlauf. Nahezu die gesamte Dachfläche (2.325 m²) kann für die Fotovoltaikanlage genutzt werden. Hierfür kommen monokristaline, semitransparente Solarmodule mit einer angenommenen Leistung von 13% zum Einsatz. Die Entwässerung des Daches erfolgt auf der Südseite.

So würde auch ein weithin positiver Effekt im Hinblick auf das Umweltimage der Betreibergesellschaft VAG und der Seilbahn geschaffen: „Bergwelt solar“ könnte der neue Slogan für den Schauinsland, den Hausberg der Solarstadt Freiburg, lauten. Das Solardach wäre ein weiterer wichtiger Baustein im Umweltportfolio der Stadt. Ein Besuch des Schauinslandgipfels

Solarüberdachung Bergstation

mit Deutschlands erster Solarseilbahn und „Solardinner“ in 1.200 m Höhe könnte als krönender Abschluss in die entsprechenden Stadtführungen aufgenommen werden.

Für das Solardach wurden zwei grundlegende Varianten untersucht. Bei Variante 1 mit voller Schneelast (640kg/m²) wird die volle Last über das Dachtragwerk abgetragen. Bei Variante 2 mit reduzierter Schneelast (50 kg/m²) wird davon ausgegangen, dass der Schnee bereits während der Niederschlagsphase abgeschmolzen wird. Voraussetzung hierfür ist, dass die Oberfläche, auf die der Schnee auftrifft, eine Temperatur von ca. +2° bis +3° aufweist.

Um die Oberfläche der Solarmodule zu erwärmen wurden wiederum zwei Lösungen vorgeschlagen: Entweder wird über ein in die Wechselrichter integriertes Enteisungs-System der Schnee durch Strom, der in die Module rückgespeist wird,

Solarüberdeckte Parkplatzfläche (Talstation)

weggeschmolzen. Oder es wird durch einen „Luftbrunnen“ über einen Erdwärmetauscher und ein oberirdisches wärmegedämmtes Schlauch- oder Rohrsystem Warmluft (ca. +7°) bis unter die Module geführt. Das System arbeitet ohne Ventilatoren allein über den thermodynamischen Auftrieb.

Das statische Problem wäre elegant gelöst, und formal wäre eine spektakuläre Einheit gefunden von denkmalgeschützter Bergstation als Zeugnis des Bauens in den 30er Jahren und zeitgenössischer Architektursprache, sorgsam eingebettet in eine ebenso spektakuläre Naturlandschaft. Der gesamte Energiebedarf für den Antrieb der Seilbahn könnte mit regenerativer Energie erfolgen, und entstünde ein weiteres Leuchtturmprojekt für die „Green City“ Freiburg.
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Sonnenportal

Das Sonnenportal für Freiburg - und alle Bahnhöfe Deutschlands

Freiburger Bürger bauten und finanzierten einst das Münster – Generationen profitierten davon. Im Zentrum der Stadt ist der gotische Bau mit dem „schönsten Turm der Christenheit“ bis heute ein Wahrzeichen, das lokal Identität schafft und weltweit ausstrahlt.

Jetzt, so der Vorschlag von Rolf Disch SolarArchitektur, setzen Freiburger Bürger erneut ein visionäres Zeichen. Auch das Entrée zur Stadt wird zum Symbol. Hier wird sinnfällig, wohin Freiburg, wohin unsere Gesellschaft aufgebrochen ist: Wir bauen die Brücke in ein Solares Zeitalter. Die Grundidee ist einfach und funktional: Die Stadbahnbrücke wird überdacht, die Dachfläche wird zum größten Solarkraftwerk der Stadt.

Ein solches Symbol muss höchsten ästhetischen Ansprüchen genügen. Die Gestaltung, die Form folgt der Funktion: Ein filigran aufstrebendes Tragwerk stützt eine transparent-schwebende Überwölbung aus photovoltaischen Elementen. Brücke und Solardach über-spannen in Ost-West-Richtung die Nord-Süd-Achse aus Bahnhof und Gleisen. Stadt und Deutsche Bahn stellen zusammen das Signal auf Nachhaltigkeit und Aufbruch – mit dem Sonnenportal.

SonnenPortal Bahnhof Freiburg



Das Konzept ist als Modell gemeint, das auf viele Bahnhöfe in Deutschland und im Ausland übertragbar ist, denn die Grundsituation von Überquerungen der Geleise für Fußgänger, ÖPNV oder Individualverkehr mitten in den Innenstädten, neben repräsentativen Bahnhofsgebäuden ist typisch – und häufig praktisch wie ästhetisch deutlich besser zu lösen. Und dann kann man dort auch noch Energie gewinnen, mit bürgerfinanzierten Anlagen, die für die Bürger eine solare Rendite abwerfen.


Mobilität und Klimaschutz
Im Herzen der Stadt, wo sich die Verkehrsadern von Fern- und Nahverkehr kreuzen, soll diese große Photovoltaik-Dachfläche in futuristischem Design die ökologischen und ökonomischen, die ästhetischen und funktionalen Potentiale der Solarenergie am rechten Ort und zur rechten Zeit darstellen.

Zur rechten Zeit insofern, als auch Politik und Wirtschaft die Notwendigkeit des Klimaschutzes erkannt haben; am rechten Ort, weil Freiburg und die Deutsche Bahn jeweils auf ihre Weise für eine nachhaltige, umweltgerechte Verkehrs- und damit auch Klimaschutzpolitik stehen. Die Stadtbahnbrücke am Hauptbahnhof ist Freiburgs wichtigster Umsteigebahnhof: Schnittstelle zwischen öffentlichem Nah- und Fernverkehr und mit dem Mobilitäts-Zentrum „Mobile“ auch ein Knotenpunkt für Radfahrer und Fußgänger.

Der Standort bietet architektonisch, ästhetisch und symbolisch großartige Möglichkeiten. Zwischen dem neu gebauten Bahnhof mit seinem Solar Tower und dem Konzerthaus entsteht ein starkes Zeichen für solare Innovation: ein schützendes Dach, das zugleich Kraftwerk ist. Hier visualisiert das Sonnenportal den Brückenschlag zwischen umweltverträglicher und damit zukunftsfähiger Nah- und Fernmobilität, zwischen Umweltstadt und Umweltunter-nehmen.


SolarArchitektur
Die Konstruktion gehorcht bionischen Prinzipien: Zehn „Bäume“, je zwei pro Bahnsteig, tragen über verzweigte Astgeflechte die Dachkonstruktion: ein luftiger Sonnen-Wald auf funktionalem Grund. Die tragenden Stämme können entweder aus Stahl oder aus textilbewehrten verdichteten Formhölzern gefertigt werden, eine neuartige Holzbautechnik, die Prof. Peer Haller am Institut für Stahl- und Holzbau der Universität Dresden entwickelt.

Das Dach besteht aus halbtransparenten Solarmodulen, die Licht auf die Bahnsteige fallen lassen und zugleich die integrierte Solartechnik ins rechte Licht setzen: mit hundert Metern Länge, einer Fläche von etwa 4.000 Quadratmetern und einer Leistung von 500 Kilowatt die größte Photovoltaikanlage in Freiburg. Konzeption und Planung liegen beim Freiburger Büro für SolarArchitektur Rolf Disch.


Rückblick und Ausblick
Im Hochmittelalter verliehen die Freiburger ihrem Glauben an Gott und die Zukunft ihrer Stadt mit dem Münster einen himmelstürmenden Ausdruck. Dem 19. Jahrhundert galten die Bahnhöfe als Kathedralen der industriellen Welt. Das 21. Jahrhundert bricht auf aus den Zeiten von Kohle, Öl und Atom, kommt an in einem Solaren Zeitalter. Setzen wir heute ein gemeinsames Zeichen für den Klimaschutz und für die Energie eines erneuten Aufbruchs!


P.S.: Lieben Sie Fußball?
… dann wissen Sie wie jeder Sportbegeisterte in ganz Deutschland, dass in Freiburg mit dem Stadiondach Sonnenstrom gewonnen wird. Es geht sogar dass Gerücht, dass wir den einzigen Fussballtrainer haben, der mit Solarenergie betrieben wird …

Die Idee des Sonnenportals ist im Grunde dieselbe wie bei unserem Dreisamstadion: Wir nutzen eine vorhandene, bereits bebaute Fläche, um Energie zu gewinnen; eine prominente Fläche, ein Areal mit hoher symbolischer Kraft. So etwas wird wahrgenommen, schafft ein sympathisches Bild und ein zukunftsweisendes Image. Mit dem Solarportal kann die Deutsche Bahn hier in Freiburg daran teilhaben: Als „Unternehmen Zukunft“ – auch im Solaren Zeitalter.